Konsens im Film

[ENGLISH VERSION HERE]

Die Konsens-Filmproduktion!

Ein inklusives Kurzfilmprojekt für mehr Teilhabe, Dialog und gemeinsames Gestalten

Mit Konsens im Film hat das Filmhaus Frankfurt im Oktober 2025 ein Projekt gestartet, das Barrieren in der Filmbranche sichtbar machen, neue Perspektiven zusammenbringen und Filmschaffenden mit Behinderung, Migrationsgeschichte oder familiären Verpflichtungen echte Teilhabe ermöglichen möchte. Nach einem inklusiven Infotag, einer Auftaktveranstaltung mit Impulsvorträgen sowie der Gründung eines Discord-Servers für Austausch, Information und Vernetzung folgt nun der nächste große Schritt: Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen entsteht ein gemeinschaftliches Filmexperiment, das Inklusion und konsensdemokratisches Arbeiten nicht nur thematisiert, sondern praktisch umsetzt.

Wir beteiligen uns an einer Kurzfilmproduktion!

Der Produzent und Autor Uğur Sofu hat ein Drehbuch für einen inklusiven Kurzfilm geschrieben, den er 2026 realisieren möchte. In einer für beide Seiten besonderen Kooperation unterstützen wir die Produktion und möchten den Entstehungsprozess mit ergänzenden Formaten begleiten – für alle offen, transparent und hierarchiefrei.

Worum geht es?

Der Kurzfilm erzählt die berührende Geschichte des querschnittsgelähmten Christoph, der nach dem Tod seiner Frau zurückgezogen lebt. Eine zufällige Begegnung mit Aylin, die unachtsam auf einem Behindertenparkplatz parkt, führt zu einem stillen, aber tiefgehenden Austausch über Empathie, Verantwortung und Menschlichkeit – bis Aylins Tochter Selin eine Geste setzt, die alles verändert.

Wie wir arbeiten wollen

  • Konsensdemokratisch: Alle Beteiligten wirken an Planung und Entscheidungen mit.
  • Inklusiv: Behinderungen, Sprachbarrieren oder familiäre Verpflichtungen sind kein Hindernis – die Produktion passt sich den Bedürfnissen an.
  • Buddy-System: Erfahrene Filmschaffende begleiten Einsteiger*innen und teilen Verantwortung und Wissen.
  • Transparent: Drehplan, Dispo, Budget – alles wird offen gelegt und gemeinsam beschlossen.
  • Hierarchiefrei: Entscheidungen ohne vollständigen Konsens werden nur dort getroffen, wo Haftungsgründe oder das Gelingen des Projekts es zwingend erfordern.

Wen wir suchen

Menschen, die Lust haben, an einem Kurzfilm mitzuwirken – unabhängig von Vorkenntnissen oder Barrieren. Ob Kamera, Regieassistenz, Szenenbild, Produktion oder einfach nur Interesse am Prozess:
Alle sind willkommen.
Die Mitarbeit ist zunächst offen und unverbindlich; Verbindlichkeiten entstehen erst mit der gemeinsamen Antragstellung für die Filmförderung.

Eine kurze formlose Kontaktaufnahme mit der Nennung von Motivation, Interessensgebieten und gewünschtem Engagement reicht aus. Der Aufruf wird auch noch anderweitig öffentlich verbreitet und kann gerne geteilt werden.

Zeitplan

Projektvorbereitung

  • 11. Dezember 2025, 16-18 Uhr auf dem Discord-Server: Erstes Kennenlernen, Projektvorstellung, Austausch über mögliche Aufgabenverteilung und Drehbucharbeit
  • Bis Februar 2026: Workshops und Beratung u. a. mit Konsensdemokratie-Coach Uwe Lübbermann
  • Bis März 2026: Diskussion des Förderantrags bei Hessen Film & Medien und Einreichung

Projekt-Umsetzung

  • Ab Mai 2026: Dreh-Vorbereitung, Casting, Locationsuche, Besetzung offener Crew-Positionen. Bedarfsweise begleitende Lehrangebote, z.B. zu inklusivem Casting 
  • Spätsommer 2026: Geplanter Dreh
  • Ende 2026: Fertigstellung und Produktion einer barrierefreien Filmfassung

Interesse geweckt?

Dann mach mit – oder teile den Aufruf weiter!

Schreibt uns einfach eine Mail an info@filmhaus-frankfurt.de, gerne mit einer kurzen Beschreibung eures Interesses am Konsens-Filmprojekt und für welche Position Ihr Euch interessiert!

Gemeinsam schaffen wir ein Filmprojekt, das Perspektiven öffnet, Barrieren abbaut und zeigt, wie Filmproduktion aussehen kann, wenn wirklich alle beteiligt sind.

 

Das Projekt KONSENS IM FILM wird finanziell unterstützt durch:

Das Logo der VG Bild-KunstLogo Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt (AMKA)