GRIP 42

5/1/2010

Optimale Video-Qualität

Das Unternehmen PVT in Karben setzt Maßstäbe bei der Filmverbesserung und -vervielfältigung

Von Ralph Förg

Ursprünglich war der Name Programm: das Unternehmen PVT (Produktion und Vervielfältigung von Tonträgern) beschäftigte sich nämlich in den Anfängen, den 80er Jahren, ausschließlich mit der Vervielfältigung von Bild- und Tonmaterialien und deren Konfektionierung. Inzwischen aber ist das Kerngeschäft des Betriebs, der seinen Sitz auf einem weitläufigen Gelände bei Karben hat, deutlich weiter gefächert.

„Wir haben uns rechtzeitig spezialisiert und neu aufgestellt“, so Michael Dezelski, der gemeinsam mit Armin Sievers die Firma führt. Es ist einiges, was das Unternehmen heute in seinen bestens ausgestatteten Work-Suiten anbieten kann: Das Verbessern und Restaurieren vorhandener Filme, das Überspielen und Umkopieren von Filmen in allen gängigen und auch raren Formaten, die Normwandlung von Filmen in den weltweit unterschiedlichen Anforderungen und als hauseigenes weil häufig vollzogenes Standart-Programm, die Ratio-Konvertierung auf 4:3 und 16:9.

Dafür stehen alle denkbaren Abspiel- und Aufnahmegeräte die es gibt – und die es gab – zur Verfügung. „Wir sind auch auf die ausgefallensten Aufträge unserer Kunden eingestellt“, so Dezelski, „wir halten deshalb einen Maschinenpark vor, der die heute gängigen HD-Normen genauso bewältigen kann wie Beta oder die früher genutzte U-Maticaufnahme.“ Und auch Digital-8 oder High 8 stellten kein Problem dar, wie Dezelski ergänzt.

Als Reminiszenz an den Traditions-Film – und zur Freude seiner Kunden -hat sich Armin Sievers einige Projektoren als Schaustücke bewahrt, die nun versuchen, den Aushängen historischer Filmplakate die Schau zu stehlen. Sein Metier ist allerdings die sorgfältige Restaurierung von Kopien, die als MAZ vorliegen müssen. Wer diese Fachkompetenz der PVT in Sachen Filmverbesserung nutzt, ist beispielsweise die DEGETO. Besondere Ansprüche kommen aber etwa auch von den Goethe-Instituten. Sie sind als weltweit agierende Kunden darauf angewiesen, das die von ihnen präsentierten und genutzten Filme in allen erdenklichen Normen und Formaten zur Verfügung stehen. Die Möglichkeit, das VHS-Band von früher zu bespielen, besteht zwar immer noch, wird jedoch immer weniger genutzt.

„Was wir heute anbieten und worauf wir uns natürlich spezialisiert haben ist das Authoring von DVD’s und CD’s“, stellt Dezelski klar, um hinzuzufügen: “aber wir meistern alles, was brennbar ist.“ Heisst: die Anfertigung von DVD-Kopien erfolgt dann selbstverständlich mitsamt des Coverdrucks und der jeweils vorgesehenen Schutzhülle.

Die PVT verfügt über die Technik, auch auf bereits gebrannten DVD’s nach dem Ziehen einer Zusatzkopie einen Kopierschutz anzubringen, was möglicherweise eine Überlegung wert wäre für alle Filmemacher, die zahllose Kopien bei Festivals einreichen oder anderweitig verschicken. Auch wer als Filmemacher über älteres oder „antiquiertes“ Material verfügt, braucht sich nicht unbedingt zu sorgen. Denn natürlich lassen sich alle vorhandene Abtastungen optimieren. Dies bedeutet, dass tatsächlich jede auf MAZ vorhandene Filmkopie erneuert werden kann, ohne dass auf das Originalmaterial zugegriffen werden muss. Überdies ist die schonende Restaurierung natürlich auch deutlich günstiger als der Zugriff auf Originalkopien. Für viele Kunden bietet die PVT überdies die Lagerung von Masterbändern und Kopien in eigens dafür ausgelegten und gesicherten Räumlichkeiten.

Der heißlaufende Fortschritt der Digitaltechnik und die Fülle der ständig neu entstehenden Formate machen deren umfangreiche Beherrschung für den einzelnen Filmemacher wie auch für kleinere und mittlere Unternehmen zum Problem. Gut, wenn man dann eine kompetente Anlaufstelle hat, die auf deren Lösung spezialisiert ist.

Kategorie: Firmenportrait (GRIP FACE)

Schlagworte: Filmtechnik, Digitalisierung

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