GRIP 42
5/1/2010
Mit neuen Akzenten erfolgreich
Vom 18. bis 21. März liefen die 3. Lichter Filmtage in Frankfurt
Von Cihan Polat
Vier Tage Lichter Filmfest: eine bunte Werkschau des regionalen Filmschaffens plus einzelner Beiträge internationalen Zuschnitts. Damit aber nicht genug. Mit einer Partyreihe und Vorträgen unter dem Titel "Frankfurter Sequenzen" setzte das Team um Leiter Georg Maria Schubert und Stephan Limbach zusätzlich neue Akzente.
Einen besonderen Programmpunkt stellte die in Darmstadt gedrehte Hochschulkomödie "13 Semester" dar. Das Kurzfilmprogramm bestand aus Arbeiten von Studierenden sowie Beiträgen von renommierten Filmeamchern wie Michael Klöfkorn mit seiner aufwendige gehaltenen, skurrilen Animation "N.N." über Taubenfallen.
Auch die HFG- Offenbach hat dieses Jahr wieder talentierte Kandidaten ins Rennen geschickt: Darunter waren Borsi Döring mit seinem Film "Die Seegurke Fabian" sowie der Absolvent Björn Ulbrich mit seinem Abschlussfilm "Boule" vertreten.
Zu einer weiteren Besonderheit in diesem Jahr gehört das neu eingeführte Programm, in dem Musikclips aus der Region gezeigt wurden. Xenia Lesniewski stellte ihren Clip "Egodyston" vor, der vergangenes Jahr beim Kurzfilmfestival in Oberhausen ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus stand Michaela Kessler mit ihrem "Citizen of Planet Paprika" und die Frankfurter Band "Verlen" mit ihrem Video zu ihrem Song "Scissor Cut" im Programm.
Die internationale Sektion wurde heuer weiter ausgebaut und lud Arbeiten aus Partnerregionen Hessens und der Stadt Frankfurt ein. Im Mittelpunkt die italienische Region Emilia-Romagna. Fünf Filme belegten das reiche Erbe und die lebendige Gegenwart des Landstrichs zwischen Rimini und Bologna.
Höhepunkt war am letzten Tag die Verleihung des „Lichter Filmpreises“, der mit Produktionsbeihilfen im Wert von jeweils 4.000 Euro dotiert war. Für den besten Langfilm wurde „Das Schreiben und das Schweigen“ von Carmen Tartarotti geehrt. Der Preis für den besten Kurzfilm ging an „T.R.A.“ von Eva Becker. Eine lobende Erwähnung erhielten außerdem die Filme „Marivanna“ von Olga Petrova und „Riverrun & Touchdown“ von Gunter Deller
In nur drei Jahren haben sich die “Lichter-Filmtage” zu einem innovativen Filmfestival im Rhein-Main-Gebiet etabliert und es ist zu hoffen, daß sie in den nächsten Jahren weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung des lokalen Filmschaffens leisten werden.
Kategorie: Bericht/Meldung (GRIP INFO + Filmland Hessen-Beiträge)
Schlagworte: Festival, Auszeichnung, Ausbildung/Weiterbildung/Studium, Kurzfilm, Filmkultur
