GRIP 42
5/1/2010
Editorial GRIP 42
Von Redaktion
Liebe Leserinnen und Leser der GRIP!
Wir im Filmhaus dürfen uns freuen. Denn die öffentliche und politische Diskussion um die Kreativwirtschaft zeitigt ihre praktischen Wirkungen in der Rhein-Main Region: so wurde zu Beginn des Jahres seitens der Wirtschaftsförderung Frankfurt das Gründerzentrum MAINRAUM eingerichtet, das jungen Leuten aus unterschiedlichsten Bereichen der Medienwirtschaft eine Startchance bietet – justament am Standort des Filmhauses und des Medienzentrums in der Ostbahnhofstrasse – mit Blick auf die im Bau befindliche Europäische Zentralbank (EZB).
Wir haben dies zum Anlass genommen, darüber zu berichten. In einem Überblick weist Reinhard Kleber zunächst auf, dass die Kreativschaffenden republikweit als Träger einer dynamischen Entwicklung angesehen werden. Wie sich dies in Frankfurt und darüber hinaus auch in Hessen regional widerspiegelt, davon künden die Beiträge von Peter Kania (Wirtschaftsförderung Frankfurt) und Matthias Müller (IHK-Frankfurt), ebenso wie das Interview mit dem Frankfurter Wirtschaftsdezernenten Markus Frank. Unsere Nachbarstadt Offenbach hat mit dem Gründercampus Ostpol und der ebendort residierenden hessischen Film- und Medienakademie laut Bericht Anja Hennigsmeyers ebenfalls Einrichtungen aufzuweisen, die sich auch als Förderer der Filmschaffenden empfehlen.
Einen Einblick in die aktuelle bundesweit laufende Diskussion zur Filmfinanzierung gewährt Gisela Waetzoldt-Hildebrandt, sie berichtet außerdem über den European Filmmarket auf der Berlinale. Und natürlich kommen auch unsere landesweiten und regionalen Initiativen nicht zu kurz: Zur hessischen Kinoförderung nimmt Erwin Heberling Stellung; Cia Torun schreibt über eine bemerkenswerte künstlerische Filminitiative: Reel to Real. Eine Würdigung des zehnten Festivals Nippon Connection kommt von Dennis Vetter und Dieter Brockmeyer bereitet uns auf die anstehende Schließung des legendären Turm-Palast-Kinos in Frankfurt vor.
Das Künstlerportrait der Ausgabe widmet Claudia Prinz dem Filmschaffenden Andrzey Klamt; Ralph Förg stellt die Firma PVT vor. Daniel Güthert berichtet vom jour fixe des Filmhauses, bei dem Christioph Maria Fröder zu Gast war. Ebenfalls von Daniel Güthert: eine kritische Notiz zur Berichterstattung der Verleihung des Hessischen Kino- und Filmpreises.
Wir trauern um zwei bemerkenswerte Künstler – mit einem Nachruf auf den Regisseur Peter Krieg von Bernd Wolpert und einem Nachruf zum Tod des Sängers, Schauspielers und Dichters Walter Raffeiner, geschrieben von Hans Peter Böffgen.
Wir wünschen uns sehr, dass Sie die Zeit finden, die hier vorliegenden Berichte unserer GRIP 42 zu lesen – das Seminarprogramm des Filmhauses finden Sie wie gewohnt auf den letzten Seiten.
Angeregte Lektüre und auf hoffentlich bald in unserem Haus!
Das Redaktionsteam
Kategorie: Editorial
Schlagworte: GRIP, Filmhaus Frankfurt, Wirtschaftsförderung, Filmwirtschaft
