GRIP 42
5/1/2010
Anlaufstelle für Frankfurts Kreativszene
Eröffnung des MAINRAUM Gründerzentrums im Frankfurter Ostend
Von Peter Kania
Im März war es soweit. Das von der Frankfurter Wirtschaftsförderung betriebene und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte Gründerhaus für die Kreativwirtschaft MAINRAUM konnte seiner Bestimmung übergeben werden. Eine komplett renovierte und modern eingerichtete Etage im Medienhaus an der Ostbahnhofstraße, wo künftig junge Unternehmen und Existenzgründer der Kreativwirtschaft - vornehmlich der drei Sparten Games, Digitale Welten und Design - kostengünstige Büroflächen anmieten können.
Auf einer Fläche von 560 Quadratmetern bietet das Gründerhaus somit insgesamt 18 Büroeinheiten (zwischen 10 und 28 Quadratmetern) sowie diverse Besprechungs- und Serviceräume. Die Miete derzeit beträgt 6,50 Euro pro Quadratmeter plus Nebenkosten. Geschlossen werden die Mietverhältnisse zunächst auf ein Jahr, mit der Option einer Verlängerung um ein weiteres Jahr.
Auf diese Weise sollen gründungswillige, aber kapitalschwache Kreative von der Stadt unterstützt werden, ergänzt um die Perspektive auf Beratungsangebote. Denn das Gründerhaus möchte vermittels Patenschaften etablierte Fachleute mit den jungen Gründern zusammenbringen, so daß bei Bedarf und im operativen Geschäft die erfahrenen Profis den Nachwuchskräften zur Seite stehen können. Interessant sind hier vor allem Unternehmen der Kreativindustrie, die bereits erfolgreich am Markt agieren und so mit ihrem Know How und ihren Kontakten wertvolle Hilfe geben können.
Zudem verspricht der Standort im Medienhaus, in dem bereits etliche Institutionen der Medienbranche wie das Filmhaus Frankfurt, das Film- und Kinobüro Hessen oder die Medienwerkstatt Mewi residieren, auch die große Chance von Synergieeffekten, die den Gründungserfolg begünstigen sollen. Mit all diesen Mietern kann das Haus nun schnell zu einem „Hotspot“ für die Frankfurter Kreativszene werden. Und darüber hinaus empfiehlt sich ein solches Clustering verschiedener Unternehmen entlang von Wertschöpfungsketten auch als Keimzelle für die Entwicklung der gesamten Region.
Anträge zur Aufnahme im Gründerhaus können bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt gestellt werden. In dem Prüf- und Bewertungsverfahren wird das Geschäftsvorhaben nach Kriterien wie schnelles Wachstum, Innovationsgrad, Marktreife und Einschätzung des wirtschaftlichen Potentials durch einen Fachbeirat bewertet. Basis der Entscheidung sind Business- und Finanzpläne und die Angaben im Bewerbungsbogen. Gegebenenfalls können im Rahmen eines Präsentationsgesprächs erste weitergehende Informationen über Performance, Bedarf, inhaltliche Stärken und Schwächen und anderes gesammelt werden, um ein optimales Paket für die Unterstützung und Beratung der Gründer zu schnüren.
Bei der Unterstützung und Beratung der Teams soll branchenspezifisch gedacht werden. Dies ist insbesondere bei der Auswahl der Berater von Bedeutung, die als Ansprechpartner für betriebswirtschaftliche Fragen ebenso wie für Finanzierungs- und Vertriebsangelegenheiten oder zur Marketingberatung bereit stehen.
Das Gründerhaus Kreativwirtschaft kommt zur richtigen Zeit, um der großen Bedeutung bei der Ansiedlung von Kreativen in der Stadt Rechnung zu tragen. Denn bei diesen Kreativfeldern handelt es sich um Branchen, die bereits heute in Frankfurt stark vertreten sind. Das Gründerhaus soll dazu beitragen, diese gute Position weiter auszubauen.
Nähere Auskünfte
Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Manuela Schiffner
Tel.: 0049-69-212.36-213
Mail: manuela.schiffner@frankfurt-business.net
* Peter Kania ist Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt
Kategorie: Gastbeitrag (ehemals Selbstdarstellungen von institutioneneigenen Mitarbeitern / ab GRIP 63)
Schlagworte: Wirtschaftsförderung, Webformat, Institution, Filmwirtschaft
