GRIP 03
10/1/1992
Editorial GRIP 03
Get A GRIP On lt!
Von Redaktion
Nun ist es doch wieder Oktober geworden, bis GRIP 3 erscheinen konnte. Allerdings - in der Zwischenzeit waren wir nicht untätig. Vor allem haben wir einen technologischen Sprung machen können; Wir haben einen neuen Computer. Tatsächlich bedeutet das für uns erheblich verkürzte Layout- und Satzzeit, für die Leser ein - hoffentlich - angenehmes Schriftbild. Insgesamt eine rationellere Herstellung.
Hier an dieser Stelle sei ganz ausdrücklich Bernd Eichhorn gedankt, ohne dessen präzise und vor allem: geduldige Arbeit GRIP 3 wahrscheinlich erst Weihnachten herausgekommen wäre... Nicht nur deswegen bedaure ich Deine Emigration in die Reichshauptstadt, lieber Bernd... Ansonsten gibt es natürlich wieder kleine Veränderungen im festen redaktionellen Teil; so beginnt zum Beispiel die Frankfurter Journalistin Heike Kühn in diesem Heft eine Kolumne "Filme, auf die wir warten", die von nun an regelmäßig, zumindestens in Form der Kritik, Filme im Rhein-Main Gebiet bekannt machen soll, die - wenn wir Pech haben - den Weg in unsere Kinos nur schwerlich finden. Und so wie die Situation im Bereich des unabhängigen Films beschaffen ist - wer weiß darüber nicht besser Bescheid als wir selbst - dürfte es in diesem Sinne an Themen so schnell nicht mangeln.
Nach dem Informationsteil in der Mitte finden Sie einen Text von Jürgen L. Karg, zuständig für die Hessische Filmförderung, zum Thema Drehbuchförderung. Damit beginnen wir eine Reihe von Texten, die zunächst einmal Erläuterungen über Funktion und Formalitäten der Filmförderung geben. In Zukunft soll darüber hinaus aber vor allem auch die momentane Situation kritisch diskutiert und nach möglichen Perspektiven gefragt werden, um das Thema wieder stärker in eine öffentliche Debatte einzubringen; denn daß die momentane Situation, milde ausgedrückt, unbefriedigend ist, steht außer Frage.
In GRIP 3 gibt es diesmal über durchschnittlich viel Daten zu lesen; das reicht von besagten Zahlen der Filmförderung bis zum Programm des Filmhauses Frankfurt. Dabei auch eine Rubrik, die uns am Herzen liegt: "Neue Filme - Work in Progress". Kurze Berichte oder auch Texte zu Filmen, die hier gerade in Arbeit sind oder ihre Premiere haben. Um diese Rubrik nicht nur fort zusetzten, sondern umfangreicher wer den zu lassen, brauchen wir natürlich die entsprechenden Informationen. Das ist durchaus als Aufforderung zu verstehen, Texte, Bilder, vielleicht auch nur Kurz-Infos an das Filmbüro Hessen e. V., Schweizer Str. 6 in Frankfurt 70 oder an die Redaktion - Adresse siehe Impressum - zu schicken!
Die künstlerischen Beiträge, das Titelbild eingeschlossen, stammen diesmal von Laura Padgett. Die amerikanische Künstlerin lebt schon seit einigen Jahren in Frankfurt und arbeitet vor allem mit Film und Fotografie. Ihr Film HILDEGARD VON BINGEN war u.a. auf der vorletzten Filmschau zu sehen.
Apropos Filmschau, das Formular am Ende des Informationsteils kann herausgetrennt und für die Anmeldung genutzt werden.
Zum Schluß eine erfreuliche Meldung: Die Jury des Frankfurter Film- und Kinopreises, der alljährlich von der Stadt Frankfurt vergeben wird, hat diesmal entschieden, die Preise an die Pupille/Schöne neue Welt e.V. zu vergeben und damit die Arbeit zu würdigen, die seit Jahrzehnten von den Leuten der Pupille in der CAMERA auf dem Uni-Gelände in Frankfurt geleistet wird. Leider war bei Drucklegung von GRIP noch keine Pressemitteilung der Stadt zu bekommen, aber wir hoffen, daß dieser Preis nicht nur eine Würdigung des bisher Geleisteten darstellt als vielmehr auch deutliche Unterstützung signalisiert, die Arbeit in der CAMERA künftig unter Bedingungen machen zu können, die einer für die Frankfurter Filmkultur so notwendigen Initiative entspricht!
In diesem Sinne,
die Redaktion
Kategorie: Editorial
Schlagworte: GRIP
