Die Konsens-Filmproduktion – Ein inklusives Kurzfilmexperiment
Im Oktober 2025 hat das Filmhaus Frankfurt das Projekt „Konsens im Film“ gestartet, um Barrieren in der Filmbranche abzubauen und Zugänge für Personen mit Behinderung, Migrationsgeschichte oder familiären Verpflichtungen zu erleichtern.
Nach einer Auftaktveranstaltung mit inspirierenden Vorträgen und Diskussionen sowie dem Aufbau eines offenen Discord-Servers für Austausch und Vernetzung folgt nun ein weiterer Schritt: Ein gemeinschaftliches Kurzfilmexperiment, das Inklusion und konsensdemokratisches Arbeiten nicht nur thematisiert, sondern im gesamten Entstehungsprozess lebt.
Der Produzent und Autor Uğur Sofu hat das Drehbuch für den Kurzfilm geschrieben und möchte es im Jahr 2026 realisieren. In einer besonderen Kooperation begleitet das Filmhaus Frankfurt die Produktion mit transparenten, offenen und hierarchiefreien Formaten.
Der Film
Der Film erzählt die berührende Geschichte von Christoph, der nach einem Schicksalsschlag zurückgezogen lebt und durch die zufällige Begegnung mit Aylin – die unachtsam auf einem Behindertenparkplatz parkt – mit seinen eigenen Empfindungen und Grenzen konfrontiert wird. Was als Missverständnis beginnt, entwickelt sich zu einem stillen Austausch über Verantwortung und Menschlichkeit, bevor Aylins Tochter Selin eine unerwartete Geste setzt, die alles verändert.
Uğur Sofu, der selbst seit seiner Kindheit an einer Gehbehinderung leidet, verarbeitet hier auch autobiografische Erfahrungen und hat daher ein persönliches Interesse barrierefrei zu produzieren.
Das Konzept
Die Arbeitsweise des Projekts beruht auf klaren Prinzipien: Entscheidungen werden konsensdemokratisch getroffen; Bedürfnisse der Beteiligten sollen berücksichtigt werden. Ein Mentor*innen-System ermöglicht, dass erfahrene Filmschaffende ihr Wissen teilen und Einsteiger*innen unterstützen. Der Produktionsablauf mit Budgetgestaltung, Drehplanerstellung und Drehabwicklung wird transparent gestaltet, wobei Hierarchien nur dort greifen, wo Sicherheit oder Haftungsgründe es erfordern.
Gesucht werden Menschen und Institutionen, die Lust haben, an einem Kurzfilm mitzuwirken – unabhängig von Vorerfahrung, Fähigkeiten oder möglichen Barrieren. Ob Kamera, Regieassistenz, Szenenbild, Organisation oder einfach Neugier auf kollektives Arbeiten: Alle sind eingeladen, Teil des Experiments zu werden.
Der Zeitplan
Der vorläufige Zeitplan umfasst bis Februar 2026 Besprechungen und Workshops, u.a. mit dem Konsensdemokratie-Coach Uwe Lübbermann, die Antragstellung für Filmförderung im März sowie ab Mai die konkrete Drehvorbereitung. Der Dreh ist für den Spätsommer 2026 geplant, die Fertigstellung für Ende des Jahres. Schließlich soll eine barrierefreie Fassung erstellt werden.
Informationen und Teilnahme
Über Besprechungstermine und Veranstaltungen informieren wir fortlaufend auf dem Discord-Server sowie in den sozialen Medien und im Newsletter vom Filmhaus. Wir empfehlen, sich bei Discord (kostenfrei) anzumelden und unsere sonstigen Kanäle zu abonnieren, um von den nächsten Teilnahmemöglichkeiten zu erfahren.
Interessierte bitten wir auf Discord im offenen Forum KONSENS-FILMPRODUKTION ihre Teilnahme anzumelden, gerne mit dem Hinweis auf mögliche Vorerfahrungen und das gewünschte Engagement.
Wenn Ihr Fragen zu Discord habt oder anderweitig mit uns in Kontakt treten wollt, schreibt uns gerne eine E-Mail an konsens@filmhaus-frankfurt.de. Der Account wird von SOFUMEDIA Film Production und Filmhaus Frankfurt verwaltet.
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!
Informationen zum Projekt finden sich unter www.filmhaus-frankfurt.de und www.sofumedia.eu
Der Kurzfilm ist eine Produktion von Uğur Sofu / SOFUMEDIA Film Production und wird extern begleitet vom Filmhaus Frankfurt mit seinem Projekt „Konsens im Film“.

Das Projekt KONSENS IM FILM wird finanziell unterstützt durch:


