GRIP 71

07.07.2025

Rhein-Main-News: Inklusion in Filmkultur und Filmschaffen

Von Redaktion

Der in Ober-Ramstadt frisch gegründete Verein Cinema und Kultur Brücke e.V. verfolgt das Ziel, bundesweite Initiativen wie inklusive Filmfestivals, barrierefreie Workshops und Weiterbildungsangebote für Film- und Kulturschaffende zu entwickeln. Ziel ist es, „Strukturen zu schaffen, die echten Zugang für Alle ermöglichen und Menschen mit Behinderung stärken und befähigen“, sagt Vereinsgründer Uğur Sofu. „Dabei setzen wir auf nationale und internationale Kooperationen mit Partnern aus Kultur, Medien und Bildung, um nachhaltige Netzwerke zu fördern, die Kreativität, Vielfalt und Inklusion vorantreiben.“
Für das Jahr 2026 ist die Durchführung eines inklusiven Filmfestivals unter dem Motto „Film und Kino barrierefrei“ geplant, das sowohl vor als auch hinter der Kamera barrierefreie Zugänge schaffen soll. Zudem soll Ende des Jahres die erste Ausgabe des Online-Magazins „cinekultur 01“ erscheinen, das sich mit Themen wie Diversität, Inklusion und kultureller Filmförderung beschäftigt.
Sofu hat als Musiker und Drehbuchautor mit Behinderung Erfahrungen in der jeweiligen Branche gesammelt: „Ich weiß, wie schwer es sein kann, in der Filmbranche Fuß zu fassen. Deshalb habe ich diesen Verein ins Leben gerufen, um Räume zu schaffen, in denen kreative Stimmen unabhängig von Herkunft, körperlichen Voraussetzungen oder sozialem Status gehört werden.“ Den Kurzfilm „Quota“ (2024), Sofus erstes Werk, hat Serdal Altun realisiert. Mithilfe des STEP Autor*innenstipendiums der Hessen Film & Medien hat Sofu den Stoff für den Spielfilm „Uğur‘lu Anne“ entwickelt, der auf seiner eigenen Lebensgeschichte beruht. Die finale Fassung des Drehbuchs liegt nun vor. Red/AW

Das Filmhaus Frankfurt und Uğur Sofu laden am 13. September 2025 zu einem Inklusiven Infotag zum Einstieg in die Film- und Medienbranche ein, siehe www.filmhaus-frankfurt.de/seminare.

Kategorie: Bericht/Meldung (GRIP INFO + Filmland Hessen-Beiträge)

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