GRIP 12
01.09.1995
Kleine Rundumschau - Bücher zur Filmgeschichte
Von Hilde Weeg
Beide entführen in Phantasiewelten, beide Medien sind Erzählmedien: Buch und Film. Zum 100. Geburtstag der laufenden Bilder sind viele Publikationen zur Filmgeschichte erschienen, von denen hier eine Auswahl genannt werden soll. Einen Überblick über die Geschichte bieten z. B. die „Fischer Filmgeschichte“ (5 Bände, hrsg. von Werner Faulstich und Helmut Korte). In hundert Einzelanalysen - für jedes Jahr ein Film - wird ein Querschnitt durch das Medium geboten, der zugleich Einblicke und Anregungen zur filmtheoretischen Diskussion liefert.
„100 Jahre Film - Von Lumière bis Spielberg“ heißt eine an Daten und Fakten ebenso wie an den gesellschaftlichen Verflechtungen orientierte Gesamtschau, die vom ehemaligen Frankfurter Kulturdezernenten und Filmmuseumsgründer Hilmar Hoffmann unter Mitarbeit von Wolfram Schütte, Martin Loiperdinger und Renate Michels entstand.
Zum deutschsprachigen Film haben Thomas Kramer und Martin Pruch ein Standardwerk verfaßt: „Film im Lauf der Zeit - 100 Jahre Kino in Deutschland, Österreich und der Schweiz“.
„Babelsberg - das Filmstudio“ (Hrsg. Wolfgang Jacobsen) und „Die Ufa-Story - Geschichte eines Filmkonzerns“, von Klaus Kreimeier, beschäftigen sich dagegen mit wichtigen Ausschnitten der deutschen Filmgeschichte.
Als Analysen und Überblicke zum Film bieten sich darüber hinaus z. B. Rolf Thissens „100 Jahre Film - Zahlen, Fakten, Mythen“ oder Thomas Elsaessers „Der neue deutsche Film - von den Anfängen bis zu den neunziger Jahren“ oder auch das rororo-Handbuch „100 Filmregisseure“ an.
Kategorie: Rezensionen (Bücher und Film bzw. GRIP Kritik)
Schlagworte: Filmtheorie/Filmwissenschaft
