Filmland Hessen 1 / 2014
01.05.2014
Hessen triumphiert
Preis der deutschen Filmkritik für Marc Bauders „Master of the Universe"
Von Daniel Güthert
Hessens Stellung als Hochburg des Dokumentarfilms mit Namen wie Thomas Frickel, Andres Veiel, Stanislaw Mucha oder Klaus Stern, um nur einige wenige herauszugreifen, ist ungebrochen. Bester Beweis: Nicht nur der Gewinner des deutschen Kritikerpreises als bester Dokumentarfilm 2013 kommt aus Hessen, auch vier der insgesamt fünf Nominierungen waren hessische Produktionen. Gesiegt hat schließlich als Bester Dokumentarfilm Marc Bauders „Master of the Universe", eine Koproduktion mit hr, SWR und Arte, gefördert durch die Hessische Filmförderung. Der mehrfach schon prämierte Film - darunter mit dem Kritikerpreis Locarno 2013 - bietet die spannende Innensicht einer zügellosen Finanzwelt, über die ein ehemaliger Investmentbanker unverblümt Auskunft gibt. Überreicht wurde Bauder die Auszeichnung im Rahmen der jüngsten Berlinale. Damit hat sich Bauder gegen drei Mitbewerber aus Hessen durchsetzen können, nämlich gegen David Sievekings Tagebuch über seine demenzkranke Mutter („Vergiss mein nicht"), gegen Inigo Westermeiers Beobachtungen in einer chinesischen Kung-Fu-Schule für Mädchen („Drachenmädchen") und Dieter Reifarths „Haus Tugendhat", in dem der Regisseur einen Ausflug unternimmt in die Welt der modernen, sozialutopischen Architektur Mies van der Rohes. Gekürt wurden in den weiteren Hauptkategorien „Die andere Heimat" (Edgar Reitze) als Bester Film des Jahres und „Tore tanzt" von Katrin Gebbe als Bestes Erstlingswerk.
Kategorie: Bericht/Meldung (GRIP INFO + Filmland Hessen-Beiträge)
Schlagworte: Auszeichnung, Dokumentarfilm, Filmemacher*in, TV/Rundfunk, Filmförderung
