Filmland Hessen 1 / 2010

01.05.2010

Ein Modell mit Potential

Präsident Kracke zufrieden mit der bisherigen Bilanz der hessischen Film- und Medienakademie

Von Daniel Guthert

„Die Berlinale war ein voller Erfolg", schwärmt Anja Henningsmeyer, Geschäftsführerin der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA). „Wir hatten über 50 Anmeldungen pro Screening unserer Reihe .Hessen Talents' im European Film Market und über 800 Kontakte, die wir jetzt nachbetreuen werden." Zum zweiten Mal nach 2009 war der hessische Filmnachwuchs bei der Berlinale präsent - dank der hFMA. Dabei ist die Kurzfilmrolle „Hessen Talents" nur eines von unzähligen Projekten, mit denen die 2008 gegründete Akademie die Wahrnehmbarkeit des heimischen Kreativnachwuchses erhöhen und zu gemeinsamen Lehrangeboten der Hochschulen beitragen will. Dabei hätte anfänglich niemand zu sagen gewagt, ob die Idee, eine Film- und Medienakademie in dieser Form ins Leben zu rufen, sich bewähren würde. Keine Ausbildungsstätte im klassischen Sinne, sondern ein Verbund von hessischen Hochschulen, die Film- und Medienstudiengänge anbieten. 200.000 Euro stellte die Landesregierung als Jahresetat bereit. 

Und schon innerhalb kürzester Zeit zeigte sich, welches Potential in der Idee steckt, so dass die Landesregierung das Projekt nach der Pilotphase nicht nur fortsetzt, sondern mit zusätzlichen Mitteln von 50.000 Euro jährlich ausstattet. So sieht sich der Präsident der Hochschule für Gestaltung (HfG) und Vorsitzender des hFMA-Präsidiums, Bernd Kracke, auch bestätigt: „Die hFMA hat eine Fülle von Maßnahmen in Gang gebracht und umgesetzt, mit immenser Resonanz an den Hochschulen, aber auch seitens der Branche." 

Insgesamt sind 13 Hochschulen unter dem Dach der Akademie vereinigt, mit über 7000 Studenten aus den Kunst- und Medienwissenschaften sowie anderen interdisziplinären Fächern. Und Kracke ist überzeugt, dass die Akademie, die in ihrer Art einzigartig sei, zu einem Referenzmodell auch für andere Bundesländer werden könnte. 

Auch für Anja Henningsmeyer ist die Etaterhöhung Beleg für die geleistete Arbeit. Die Finanzspritze erlaubt ihr nun, die Geschäftsstelle, die an die HfG in Offenbach angegliedert ist, personell aufzustocken. Denn viele Ideen, so Henningsmeyer, seien mangels Personal liegen geblieben. So auch ihr Lieblingsprojekt: ein zentrales Produktionsbüro. Doch dafür reicht das Budget noch nicht. Aber weiterverfolgen wolle sie das Ziel allemal, ganz nach dem Motto der hFMA: „Besser hört nie auf." 

Kategorie: Bericht/Meldung (GRIP INFO + Filmland Hessen-Beiträge)

Schlagworte: Ausbildung/Weiterbildung/Studium, Institution, Festival, Nachwuchs

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