Filmland Hessen 1 / 2010

01.05.2010

Ein Mix aus Filmfest, Messe und Kongress

Die Werkschau Mediale in Darmstadt liefert Einblicke in die Berufswelt von Film und Medien

Von Daniel Guthert

Vor einigen Jahren wurde an der Hochschule Darmstadt-Dieburg die Diskussion angestoßen, eine Veranstaltungsreihe zu schaffen, auf der einerseits die Studenten verschiedener Medienfachbereiche ihre Arbeiten öffentlich präsentieren können, im Umkehrschluss aber auch die Chance bestünde, über die Ausbildungswege in den Medienberufen breit und aus erster Hand zu informieren. Damit war war die Idee der Mediale geboren, einer Mischung aus Festival und Kongress mit Workshops und einer Ausstellung zum interaktiven Mitmachen, die erstmals 2005 in Darmstadt stattfand. 

Der Erfolg sprach für sich; das Konzept überzeugte, so dass die Mediale Anfang Mai nun bereits zum sechsten Mal veranstaltet wurde. Wieder waren die Studiengänge Media System Design, Media Production, Digital Media sowie Online-Journalismus die Ausrichter des dreitägigen Programms, das sich nach drei Schwerpunkten aufgliederte. 

In der Centralstation war der Ausstellungsbereich eingerichtet. Gezeigt wurden interaktive Exponate und Installationen zum „Anfassen" und „Ausprobieren", wie etwa der Klangraum „Orbitone" oder die Soundwand „memetum", die beide auf lebhafte Neugier bei Besuchern und Studierenden stießen. Parallel dazu gab es als zweiten Schwerpunkt die Filmschau, die im Pali-Kino durchgeführt wurde - ein Querschnitt studentischer Filmproduktionen aus den Jahren 2009 und 2010. Etwa 50 Arbeiten, von kurzweiligen Trailern über Animations- und Experimentalfilmen bis hin zu Kurzspielfilmen und Dokumentarfilmen, waren in dem vielfältigen Programm enthalten. Und als drittes Cluster der Mediale wurde auch dieses Jahr eine Serie von Workshops angeboten, zu denen sich jeder Besucher der Mediale anmelden konnte. Fast ein Dutzend Veranstaltungen in dieser Reihe deckten so unterschiedlich Themen ab wie etwa die Herstellung eines computergenerierten Trickfilmes oder die Arbeit des professionellen Soundmixes. Auch ein Filmset wurde simuliert, bei dem es darum ging, unter professionellen Bedingungen das Ausleuchten von Locations auszuprobieren. Überhaupt stand das Ausprobieren, das „Selbermachen" hoch im Kurs, denn damit wird eines der zentralen Anliegen der Mediale verfolgt: Einblick in die mediale Berufswelt zu liefern. 

Kategorie: Bericht/Meldung (GRIP INFO + Filmland Hessen-Beiträge)

Schlagworte: Ausbildung/Weiterbildung/Studium, Nachwuchs, Festival, Filmkultur

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