Wir helfen Ihnen Ihre Visionen zu verwirklichen!

KSK senkt Beitragssatz für 2017

KSK senkt Beitragssatz für 2017
Die Bundesregierung bekennt sich weiter vorbehaltlos zur Künstlersozialkasse (KSK)
Von Daniel Güthert

Im Spätherbst 2016 war es amtlich. Den Unternehmen, die der Künstlersozialkasse (KSK) gegenüber abgabepflichtig sind, wurde eine Senkung ihrer Versicherungsbeitragssätze zugesichert. Statt bislang 5,2 Prozent sind es seit Jahresbeginn nur noch 4,8 Prozent, die die Firmen entrichten müssen. Eine Entlastung, die maßgeblich dem 2015 erlassenen Gesetz zur Stabilisierung der Künstlersozialabgaben zugeschrieben wird.

Mit dem neuen Gesetz war es der Deutschen Rentenversicherung und der KSK ermöglicht, jene Betriebe, die Leistungen von selbständigen Künstlern und Publizisten in Anspruch nehmen, intensiver als bisher zu prüfen, wodurch mehr Betriebe zur Abgabe herangezogen werden konnten und sich somit die Einnahmequote der KSK erhöhte.

Die KSK ist ein Rechtsinstitut, das freischaffende Künstler und Publizisten in den Schutz der gesetzlichen Kranken- und Altersversicherung stellt. 1983 wurde die Behörde mit Sitz in Wilhelmshaven ins Leben gerufen. Während anfänglich etwa 10.000 Personen in ihr erfaßt waren, sind es inzwischen über 180.000, was nicht zuletzt Ausdruck des gewaltigen Booms der Kreativ- und Digitalwirtschaft, der neuen Medien und des privaten Rundfunks ist.

Das Ziel der KSK sollte es sein, den freien künstlerischen wie publizistischen Berufen eine soziale Absicherung zu gewährleisten, die diesen Namen halbwegs verdient. Der zentrale Baustein des Systems ist, daß die Unternehmen, die von den Leistungen der Honorarkräfte profitieren, sich auch angemessen an den Kosten der Sozialversicherung dieser Berufsgruppe beteiligen.

Dabei kommen die Betriebe noch gut weg. Während die Beschäftigten selbst 50 Prozent der Beiträge beisteuern, liegt der Anteil der Firmen lediglich bei 30 Prozent. Die verbleibende Finanzierungslücke von 20 Prozent wird über einen gesetzlich garantierten Bundeszuschuß ausgeglichen.

Seitens der Wirtschaft nahm die KSK 2016 circa 250 Millionen Euro ein, was den Lobbyisten seither ein Dorn im Auge ist. Mit gewohnter Regelmäßgkeit wettern Wirtschaftsverbände und manches Bundesland – unter anderem auch Hessen - gegen die Künstlerabgabe überhaupt, die angeblich mit zu hohem Verwaltungsaufwand verbunden sei. Solchen Anwürfen erteilte jedoch Andrea Nahles (SPD) eine klare Absage. "Die KSK ist das Rückgrat der Kultur- und Kreativwitrtschaft in unserem Land", erklärte die Bundesarbeitsministerin vor der "Zukunftswerkstatt Künstlersozialversicherung" in Berlin.

Kein Cover vorhanden