Wir helfen Ihnen Ihre Visionen zu verwirklichen!

Ein Thriller im russischen Mafia-Milieu

Ein Thriller im russischen Mafia-Milieu
In Frankfurt entsteht mit "EneMe" das Spielfilmdebüt von Jakob Gisik
Von Reinhard Kleber

Bisher hat Regisseur Jakob Gisik mehrere Kurzfilme mit seiner in Kassel angesiedelten Firma Jakale-Film hergestellt. Nun schickt sich der 1979 in Kasachstan geborene Filemmeacher an, sein Kinodebür zu realisieren: "EneMe" ein Thriller, für den Gisik den erfahrenen Kollegen Adnan G. Köse („Lauf um dein Leben - Vom Junkie zum Ironman“, „Kleine Morde“) als Drehbuchautor und Castingdirector mit ins Boot genommen hat. Mitte Juni soll in Hessen die erste Klappe fallen.

Das Drehbuch handelt vom russischen Patriarchen Leonard (Udo Schenk), der unter der Tarnung eines seriösen Sarggeschäfts in Frankfurt illegal mit Waffen handelt. Seine Söhne Chris (Thure Reifenstein) und Andre (Dennis Moyen) gehen ihm zur Hand. Als Chris nach sieben Jahren aus russischer Haft freikommt, will er dem "Geschäft" den Rücken kehren und ein neues Leben beginnen. Um Andre aus dem Syndikat zu befreien, legt er sich mit seinem Vater an, der zu seinem Todfeind wird, und deckt dabei ein düsteres Familiengeheimnis auf.

Geplant sind 30 Drehtage, die zumeist in Frankfurt absolviert werden sollen. "Etwa zehn Prozent des Drehs sind für Russland vorgesehen, da ja ein Teil der Story dort spielt", sagt der 37-jährige. Als Produzenten zeichnen Frank Büsching von Jakale Film und Skady Lies, die Chefin der Berliner Getaway Pictures, verantwortlich. Beim Cast kann die Produktion mit weiteren bekannten Namen aufwarten, wie Thilo Prückner, Sophia Thomalla, Jasmin Lord oder Adam Bousdoukos.

Für Gisik und Jakale-Film soll "EneMe", das auf 1,7 Millionen Herstellungskosten taxiert ist, der erste Schritt auf das Parkett des Kinogeschäfts werden. Seit 2001 ist Gisik in der Filmbranche aktiv. Mit der 2001 gegründeten Firma hat er unter anderem vier eigene Kurzfilme realisiert, bei denen er auch meist die Kamera führte. Das will er bei "EneMe" nicht mehr tun: "Weil es mein Langfilmdebüt ist, möchte ich mich voll auf die Regiearbeit konzentrieren." Statt dessen wird die Bildgestaltung der erfahrene Kameramann James Jacobs übernehmen.

Im Januar 2014 expandierte die Firma und wandelte sich zur GmbH & Co KG. "Damals kamen weitere Gesellschafter hinzu; seitdem sind wir deutlich größer aufgestellt", berichtet Gisik. Inzwischen sind sieben Mitarbeiter im Kasseler Büro tätig, dessen Fläche Anfang 2016 auf 400 Quadratmeter erweitert wurde. "Wir stehen als Koproduzenten und Dienstleister bereit und verfügen über einen Schnittplatz und ein Tonstudio, so dass wir auch die Postproduktion für andere Projekte machen können."

Wie darf man sich den Look von "EneMe" vorstellen? Gisik nennt Regievorbilder wie "Drive" (Nicolas Winding Refn) und „Vergebung“ (Daniel Alfredson). Der Filmemacher hat auch sonst große Ziele: Mit den Produzenten Frank Büsching und Andreas Friedrichs von Jakale-Film will er verstärkt historische Stoffe umsetzen: "Filme über deutsche Geschichte und Kultur werden unter anderem ein Schwerpunkt sein."

So ist parallel zu „EneMe" der erste historisch geprägte Kinostoff auch schon in der Entwicklung: ein Antikriegsfilm, in dem es um wahre Geschichten geht, festgehalten in einem Tagebuch, das in den Wirren des Zweiten Weltkrieges durch dramatische Umstände eine Reise von Mensch zu Mensch antritt. Das Budget für diesen Film liegt im Bereich zwischen 10 und 14 Millionen Euro, die ersten Geldgeber haben laut Mitteilung bereits unterzeichnet, so Gisik. Als Drehbuchautor und Castingdirector ist erneut Adnan G. Köse vorgsehen. Als Producer ist Andreas Friedrichs dabei, als Produzent Frank Büsching. und in einer der Hauptrollen ist Star Uwe Ochsenknecht im Gespräch.

Kein Cover vorhanden