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Bundesregierung weitet wirtschaftliche Filmförderung aus

Bundesregierung weitet wirtschaftliche Filmförderung aus
Nicht nur das BKM, auch das Wirtschaftsministerium fährt seit 2016 einen Filmförderfonds
Von Daniel Güthert

Gute Nachrichten aus Berlin. Die Bundesregierung hält nicht nur an ihren Programmen zur Unterstützung der nationalen Filmwirtschaft fest; sie weitet die Konjunkturmaßnahmen sogar noch aus. Neben der ausschließlich kulturellen Förderung von Film und Medien kam der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM) schon vor Jahr und Tag zu der Überzeugung, die nationale Filmbranche zusätzlich durch wirtschaftliche Anreize stärken zu müssen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Die Schlußfolgerung daraus war der 2007 ins Leben gerufene Deutsche Filmförderfonds (DFFF). Ausgestattet mit 60 Millionen Euro pro Jahr. Ein Finanzfonds, der nach bestimmten Kriterien automatisch Zuschüsse bis zu 20 Prozent der anrechnungfähigen deutschen Herstellungkosten gewährt. Ohne jegliche Jurywertung, verstanden als reine Konjunkturspritze, die allen Genres offensteht, Spielfilmen gleichermaßen wie Dokus oder Animationsprojekten.

Nachdem der DFFF zuletzt auf einen Etat von jährlich 50 Millionen Euro reduziert worden war, konnte Kulturstaatsminsterin Monika Grütters (CDU) zur Berlinale nun verkünden, daß der Etat wieder angehoben worden sei. Schon für das laufende Jahr sind demnach zusätzliche Mittel von 25 Millionen Euro veranschlagt, wodurch der Fonds 2017 über das stattliche Volumen von 75 Millionen Euro verfügt. Und für 2018 seien nach Grütters Worten abermalige Erhöhungen in Aussicht gestellt.

Vergleichbare Ziele wie der DFFF verfolgt auch der German Motion Picture Fund (GMPF), den in diesem Fall das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) jüngst aufgelegt hat. Damit will das Ministerium Impulse geben, die wirtschaftliche Leistungskraft der Branche zu festigen, wobei der Fokus auf digitales Filmschaffen und innovative Serienformate liegen soll.

2016 ist der GMPF an den Start gegangen, dotiert mit 10 Millionen Euro, die, so die Bilanz des ersten Jahrgangs, von insgesamt acht hochkarätigen Serienprojekten abgerufen worden sind, darunter auch für die von ARD und Sky produzierte historische Krimireihe aus dem Berlin der 20 Jahre "Babylon Berlin" (Regie Tom Tykwer, Achim von Börries, Henk Handloegten). Zwei Staffeln à acht Folgen sind entstanden (Herstellungskosten rund 40 Millionen Euro). Die TV-Ausstrahlung ist für 2017 bei Sky und 2018 in der ARD vorgesehen

Für die administrative Abwicklung des GMPF ist - wie auch beim DFFF - die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin zuständig.

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