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Auf Partnersuche jenseits des Rheins

Auf Partnersuche jenseits des Rheins
Auch Frankfurter Filmemacher nutzen das deutsch-französische Filmtreffen für ihre Projekte
Von Andrea Wenzek

Raoul Pecks „Der junge Karl Marx“ ist das jüngste Beispiel für eine erfolgreiche französisch-deutsche Koproduktion. Pecks Produzenten hatten auf dem jährlich im Herbst stattfindenden deutsch-französischen Filmtreffen ihre deutschen Partner gefunden. Seit 2003 gibt es diesen auf jeweils zwei Tage angesetzten Branchentreff, den die deutsch-französische Filmakademie ins Leben gerufen hat und seither von German Films und Unifrance abwechselnd in beiden Ländern durchführen lässt.

Ziel der Begegnung ist die vertiefende Diskussion von Finanzierungs- und Förderstrukturen zwischen den Ländern, um somit gezielt auch Anstöße für die Weiterentwicklung der europäischen Filmpolitik zu geben. Zweiter wesentlicher Baustein der Veranstaltung ist der Koproduktionsmarkt, auf dem Produzenten für ihre aktuellen Projekte werben können. Jemand, der daran seit Jahren regelmäßig teilnimmt, ist der Frankfurter Produzent Daniel Zuta. Er fand hier beispielsweise seine Partner für die 2007 entstandene französisch-deutsch-belgische Koproduktion "Überleben mit Wölfen" (Regie Vera Belmont).

Beim jüngsten Treffen in Saarbrücken im November war ein weiterer Filmemacher aus Frankfurt vertreten. Hermann Vaske stellte auf dem Koproduktionsmarkt sein neues Projekt „Why we are creative?“ vor. Aufgrund des bilateralen Deutsch-Französischen Filmabkommens können für Koproduktionen zwischen den Partnerländern Fördermittel im Rahmen des so genannten „Mini-Traité“ abgerufen werden. Es hat Produzenten beider Länder erfolgreich zu mehr Zusammenarbeit bewegt. Das jährliche Fördervolumen beläuft sich heute immerhin auf drei Millionen Euro für den Produktionssektor. Innerhalb dieser Förderung sind bedingt rückzahlbare Darlehen bis zu 300.000 Euro möglich. Ein weiteres Abkommen, der gemeinsame Projektentwicklungsfonds, zielt seit 2015 auf die Unterstützung des Nachwuchses ab. Das Gesamtvolumen dieses Fonds liegt jährlich bei 200.000 Euro.

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