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Grußwort

Liebe Filmfreunde,

die kommunale Kinoarbeit ist seit ihren Anfängen eng mit der Stadt Frankfurt verbunden. Hilmar Hoffmann und das von ihm entwickelte Modell eines gleichwertig neben Oper, Schauspiel und Museen plazierten Kommunalen Kinos sowie das wegweisende Frankfurter Urteil 1972, in dem der Versuch gewerblicher Filmtheaterbetreiber abgewehrt werden konnte, die vermeintliche neue Konkurrenz wieder gerichtlich schließen zu lassen, waren in den 70er Jahren Triebfedern für die Verbreitung der kommunalen Kinoidee über die ganze Republik. Eine Idee, die wesentlich zur Vielfalt der Filmkultur beitrug und manchen Anstoß auch für die Arbeit kommerzieller Filmtheater gab.

So ist es nicht verwunderlich, dass der 1974 gegründete Bundesverband seinen Sitz in die Mainmetropole legte und seitdem hier beheimatet ist. Mit drei Kinos und der Kinothek Asta Nielsen ist Frankfurt obendrein die Stadt mit den meisten aktiven Mitgliedern des Verbandes derzeit. Dass diese nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ herausragen, zeigte sich im September wieder, als jedes der drei Kinos mit einem der raren Kinopreise des Kinemathekenverbundes auf Bundesebene ausgezeichnet wurde: das Kino im Deutschen Filmmuseum mit dem Hauptpreis, das Filmforum Höchst und die Pupille - das Kino an der Goethe-Universität - mit dem 2. Preis ex aequo. Gemeinsam mit den weiteren kommunalen Kinos im Rhein-Main-Gebiet stellen sie einen cineastischen Schatz für die Region dar, den es immer wieder zu erforschen und zu besuchen gilt.

Einige dieser Filmtheater sind schon digitalisiert, andere noch nicht: Mit den Veränderungen der Film- und Kinolandschaft, die mit der Digitalisierung einhergehen, kommen große Aufgaben auf den Bundesverband kommunale Filmarbeit zu. So muß das Ziel sein, eine flächendeckende Versorgung mit Kinos zu bewahren. An vielen Orten wird dies nur noch in Zusammenarbeit mit den Kommunen möglich sein. Doch es wird demnächst einen Anlaß geben zu feiern: nächstes Jahr begeht der Bundesverband sein 40jähriges Jubiläum. Dass die GRIP unseren Kinos diese Ausgabe widmet, ist ein schönes vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, für das wir uns herzlich bedanken!

Andreas Heidenreich

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender BkF e.V.

GRIP49