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GRIP 44

Zukünftige Herausforderungen für die Medienbranche

Ein Resümee der Berlin Lectures

Von Gisela Waetzold-Hildebrandt

Zum 10. Mal fanden im Rahmen der Berlinale die Berlin Lectures statt. Die ganztägige Veranstaltung, die unter der Überschrift „Von der Leinwand bis zum Iphone - Perspektiven für Filmproduktion und Filmbusiness auf den digitalen Märkten“ stand, beschäftigte sich mit der neusten technischen Entwicklung der Film- und Fernsehmärkte und untersuchte die Chancen für die Entwicklung neuer Programme und Formate. Denn die neuen digitalen Online- und Offline–Märkte werden zunehmend zu wichtigen Partner im medialen Wettbewerb. Die USA haben dabei die Vorreiterrolle, da sie – anders als Europa - keine Sprachbarrieren und Grenzen zu berücksichtigen haben. Dementsprechend hinkt Europa den Möglichkeiten der neuen Technologien noch hinterher.

Das Format 3D beanspruchte den größten Teil des Tages. Mit seinem Einführungsvortrag gab Thomas Wiegand, Professor für Bildkommunikation der TU Berlin, einen Überblick über die Entwicklung vom digitalen TV, über DVD, HDTV, BlueRay bis hin zu Mobile Video und erläuterte dabei die Dimensionen von 3D. Die Ausführungen erstreckten sich auch auf Produktionen in 3D, von TV bis hin zu Handy und Ipad-Nutzung. Denn auch die mobilen Kleingeräte können dem 3D-Fieber nicht widerstehen.

Was das für die Film-, Fernseh- und Medienproduktion und die Auswertung der Produktionen bedeutet, nicht zuletzt auch aus der Sicht der Medienjuristen, wurde in einer exponierten Fachrunde erörtert, darunter Medienanwälte und Justitiare wie Stefanie Lemcke (Principal Quantum Media New York), Hendrick von Duisburg (Kanzlei Nörr) oder Susanne Stürmer (UFA Film & TV Produktion). Sie skizzierten in ihren Statemments die enmtsprechenden Ausblicke für die Märkte in den USA und Europa.

An die Vorträge schlossen sich lebhafte Panel-Diskussionen von führenden Branchenvertretern an. Einig war man sich darüber, daß das Kinoerlebnis auch weiterhin eine Zukunft hat, wenn Qualität und Umfeld stimmen. Fazit: klassische Produktionsformate sind nicht mehr bestimmend für die Planung der Produzenten. Die Branche muss sich den künftigen Herausforderungen stellen.