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GRIP 44

Ernst genommen werden im eigenen Tun

Die akademischen Netzwerker der hFMA gehen ins dritte Jahr

Von Anja Henningsmeyer

Die hessische Film- und Medienakademie (hFMA) geht ins dritte Jahr ihrer Aktivitäten und bietet dem akademischen Nachwuchs auch diesem Jahr ein umfangreiches Programm. Dreizehn zusätzliche Veranstaltungen allein im ersten Halbjahr: Seminare und Workshops, Vorträge im Rahmen von Festivals – alles zum Wohl einer praxisbezogenen, hochschulübergreifenden Förderung der Film- und Medienausbildung. Das Netzwerk knüpft sich mit jedem Projekt enger.

Ende 2010 wurden die Leitungsgremien der hFMA neu gewählt für die nächste dreijährige Amtszeit. Einige Vorstandsmitglieder sind erstmals dabei und bringen auch neue inhaltliche Schwerpunkte mit: Tilmann Kohlhaase von der Hochschule Darmstadt verstärkt die Präsenz des Fachbereichs Animation (für Film und Games) im Netzwerkverbund, Ralph Abelein von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bringt das Thema Filmmusik-Komposition ein, Jörg Berdux von Hochschule RheinMain vertritt die Medieninformatiker und mit Vinzenz Hediger und Malte Hagener werden an den Universitäten in Frankfurt und Marburg zwei ausgewiesene Netzwerker im medienwissenschaftlichen Bereich aktiv.

Die Auswirkung der hFMA auf die Studierenden lässt sich direkt an deren Reaktionen messen, zum Beispiel anlässlich des diesjährigen Berlinale Besuchs. Unter dem Titel "Hessen Talents  2011" versammelte die hFMA diesmal 17 Filmproduktionen aus fünf Hochschulen auf einer DVD. 11 Kurzfilme davon wurden wieder im Europäischen Filmmarkt präsentiert, 15 Filmemacher waren dafür persönlich vor Ort. Sie besuchten am nächsten Tag auch die Führung durch den Markt – dem kaufmännischen Herz der Berlinale! - und konnten anschließend von dem Coaching-Gespräch mit der Hamburger Freelancerin Susanne Steube profitieren. Die erfahrene Producerin ließ den Nachwuchs an ihren vielfältigen Erfahrungen teilhaben und gab wertvolle Tips, wie man sich gezielt auf Festivals bewegt.

„Ich habe Kontakte geknüpft und habe den Ablauf der Berlinale kennengelernt, was für zukünftige Besuche sehr nützlich ist. Auch die Auswahl des Films für die "Hessen Talents" ist an sich schon eine Auszeichnung. Man wird einfach mehr wahrgenommen und ernst genommen im eigenen Tun“, bewertete einer der Beteiligten die bundesweit einzigartige Initiative der hFMA. HR info und die Deutsche Welle sendeten Interviews über die Nachwuchsinitative und die ausführliche Presseresonanz zeigte, dass es reges Interesse am Film- und Mediennachwuchs unserer Region gibt.

Und wen Sie demnächst auf einem internationalen Flug im Inflight Entertainment-Programm der Lufthansa den Film ‚UpStairs’ des Kasseler Absolventen Jonas Ungar entdecken, bekommen Sie damit ein weiteres Beispiel für das Wirken der hFMA vor Augen geführt.

 Anja Henningsmeyer ist Geschäftsführerin der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA)