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Interkultureller Filmworkshop

Interkultureller Filmworkshop
Trotz Pandemie ist das Bildungsprojekt Open Minds weitergegangen
Von Ulrike Stumpp*

Open Minds – Channel for young Refugees ist ein Bildungsprojekt für junge Frauen, ausgelegt auf drei Jahre, das 2017 aus der Taufe gehoben worden ist und nun mit zwei letzten Workshops – trotz Corona – zu Ende gegangen ist. Open Minds war konzipiert als Angebot für Mädchen – egal, ob hier aufgewachsen, geflüchtet oder zugewandert –, die Lust verspürten, Filme für einen YouTube-Kanal zu machen, der als Informationsquelle für Geflüchtete und Zugewanderte gedacht ist und den jungen Frauen eine sichtbare Plattform für ihre eigenen Geschichten bieten soll. Mit professioneller Unterstützung lernten sie, eigene Medieninhalte und Videos zu produzieren. Unter dem Motto „meine Welt, deine Welt und unsere Welt“ bot das Programm einen spannenden interkulturellen Austausch sowie einen Blick hinter die Kulissen der Film- und Medienproduktion.

Als Folge der Corona-Beschränkungen mussten zunächst die für Mai und Juli geplanten Workshops ersatzlos gestrichen werden. Während des Sommers wurde daher an Konzepten gefeilt, die Seminarveranstaltungen online oder mit nur sehr eingeschränkter Präsenz durchzuführen. Unter den gebotenen Hygiene- und Abstandsauflagen konnten dann zu unserer großen Freude wieder Präsenz-Workshops erfolgen. Um die Gruppen nicht zu durchmischen, musste man in den Schulen bleiben und auf Drehausflüge in die Innenstadt, auf Betriebsbesuche und Mentor*innentreffen verzichten.

Es war nicht immer leicht, mit Mund-Nasenschutz die jungen Frauen, die zum Teil nur gebrochen Deutsch sprachen, zu erreichen und eine ähnliche Beziehung herzustellen wie bei den Arbeitsgruppen vor Corona. Dennoch empfanden wir es nach jedem Workshop während der Pandemie als großes Glück, dass wir jeweils das einwöchige Programm haben zu Ende bringen können.

Wir blicken heute zurück auf drei bereichernde Jahrgänge Open Minds und zum Teil sehr beeindruckende, bewegende Videos, von denen „Die Uhrzeit, die mein Leben veränderte“ bei der visionale 2018 einen Preis gewann. Das vom Filmhaus Frankfurt getragene Projekt wurde vom hessischen Landesprogramm WIR gefördert und stand unter der Schirmherrschaft von Kai Klose, Minister für Soziales und Integration, und der Frankfurter Dezernentin für Umwelt und Frauen, Rosemarie Heilig.

* Die Autorin ist freie Journalistin, Filmschaffende und Projekt-Producerin von Open Minds.

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