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Ein weiteres Förderinstrument

Ein weiteres Förderinstrument
HessenFilm fördert erstmals Neue Medien mit 162.500 Euro
Von Dieter Brockmeyer

Neue Medien, das sind heute vor allem Virtual und Augmented Reality (kurz VR und AR). Produktion und Aufführung sind heute noch sehr aufwendig und damit teuer. Von daher erscheint eine Förderung unabhängiger Künstler in diesem Bereich als besonders sinnvoll. Auch die HessenFilm und Medien GmbH hat sich jetzt dieses Bereichs angenommen. Allerdings war das Budget in diesem Jahr mit 200.000 Euro nicht sehr hoch.

Das ist offenkundig auch den Verantwortlichen klar gewesen. So hat man sich für eine Prototyp-Förderung entschieden, ohne dabei die Kategorien einzuschränken, so dass ebenfalls Einreichungen berücksichtigt worden sind, die nicht unmittelbar zu dem gehören, was man unter Neue Medien subsumieren würde. Darunter waren etwa Games, ein Genre, das in der Entwicklung sehr teuer ist, oder Projekte, die der Sparte Multimediainstallation zuzurechnen sind, teils mit kommerziellem Hintergrund wie etwa eine Multimediaanwendung für Museen, deren Förderung insoweit aber nicht im Raum steht, als hier die Finanzierung von den Auftraggebern erwartet wird.

Aufgrund des eingeschränkten Budgets gab es in diesem Jahr nur eine Förderrunde, während die anderen Bereiche drei Mal im Jahr entscheiden. Den Verantwortlichen der HessenFilm ist diese konzeptionelle Schwachstelle bewusst. Eine Stellungnahme wollten demzufolge weder die Geschäftsführerin Anna Schoeppe noch die Leiterin der Förderabteilung Marion Wagner aktuell dazu abgeben. Intern sei man gerade dabei, die Erfahrungen der ersten Runde zu evaluieren und wolle sich daher lieber zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Empfänger der erstmaligen Mittelzusage im Bereich Innovative digitale audiovisuelle Inhalte waren somit Christian Wittmoser und Zuniel Kim (DOKfront) für „Der fliegende See“ (30.000 Euro), Kathi Kaeppel für ihre Medieninstallation „Amber“ (24.600 Euro), im weiteren Tilmann Kohlhaase Filmproduktion für das VR-Vorhaben „InVisible“ (37.900 Euro), Daniel Hartlaub für das Game „Rosalie“ (40.000 Euro) und Julia Charlotte Richter für „The Gift of Being Prepared“, ebenfalls eine Medieninstallation (mit 30.000 Euro).

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