Wir helfen Ihnen Ihre Visionen zu verwirklichen!

Öko am Set hilft sparen am Budget

Öko am Set hilft sparen am Budget

Wie sich die Frankfurter MBF auf die neuen Umwelttrends einstellt

Von Dieter Brockmeyer

Grüne Produktion – das Schlagwort der Stunde, das auch den diesjährigen Berlinale-Workshop beherrschte, den alljährlich die internationale Anwaltskanzlei Morrison Foerster gemeinsam mit der US Motion Picture Alliance (MPA) in Berlin ausrichtet. Man sei freilich – so der Tenor durchgängig auf dem prominent besetzten Podium – noch ganz am Anfang bei der CO2-Reduktion, etwa durch Einsparung von Elektrizität, durch eine umweltfreundlichere Fahrzeugflotte oder auch infolge der Umstellung des Caterings auf Bio oder mehr vegetarische Produkte. Gleichwohl ließen sich schon heute Erfolge vorweisen, wie der Blick auf die Hollywood Studios zeige, so Ambassador Charles H. Rivkin, Chairman and CEO der MPA in seiner Eröffnungskeynote. „Durch die Verwendung von LED-Leuchten können bis zu 80 Prozent an Strom eingespart werden.“ Als Warner 2016 den Fantasy-Film „Phantastische Tierwesen und wo man sie finden kann“ gedreht habe, seien 30 Prozent der Lampen LEDs gewesen. „In der nächsten Produktion war dieser Anteil schon auf 70 Prozent angestiegen“, sagte Rivkin weiter, wodurch das hohe Einsparungspotential verdeutlicht sei. Eine Entwicklung, die unterdessen auch die Technikverleihfirmen in Hessen erreicht hat, wie Mitgründer und Geschäftsführer Peter Matthäi der Frankfurter MBF bestätigt: „Das ist ein Thema, das alle gerade umtreibt, natürlich auch uns.“ Einiges habe man schon umgesetzt, in vielerlei Hinsicht sei man aber noch dabei, weitere Maßnahmen zu durchdenken. So sind beispielsweise in den vergangenen Monaten konsequent alle Leuchtmittel in den MBF-Büros und Lagerräumen durch LED-Lampen ersetzt worden, erläutert Aljoscha Mix, ab Juli neuer Leiter am MBFStandort Frankfurt. Die Einsparungen schon allein in dieser Zeit beziffert Mix auf „locker 1.000 Euro“. Die Bestrebungen gingen aber weiter. Man schaue sich auch an, welches Verpackungsmaterial man verwende oder ob man Wasser weiter in Flaschen kommen lasse oder nicht besser auf Wasserspender umsteigen solle. Auch im Verleihgeschäft schlägt der Stromspartrend bereits voll durch: Am Set werden fast nur noch LED-Lampen eingesetzt. Beinahe alle Hersteller seien inzwischen so weit, dass ihre LED-Lampen einen Lichtwert von mindestens 98 haben und damit echte Tageslichtqualität. „Es gibt von allen Herstellern viele Innovationen für alle Bereiche, auch für das Effektlicht“, so Matthäi. Auch seien die Kameras inzwischen so lichtempfindlich, dass „man ein viel geringeres Basislicht zu setzen braucht“, wie Mix ergänzt. „Darüber hinaus kann man weitere Einsparungen eigentlich nur noch über Stromgewinnung und Stromspeicherung erzielen.“ Auch da arbeitet MBF an Lösungen, etwa mit Akkus und Ladestationen. Matthäi dazu: „Wir arbeiten bereits mit unserem Aggregathersteller an der Produktion von gasbetriebenen Generatoren, die auch eine Batterie integriert haben, damit das Aggregat in nutzungsschwachen Zeiten nicht voll durchlaufen muss. So kann verhindert werden, dass ein Generator auf Hochtouren läuft und nur die Kaffeemaschine dranhängt, was alles schon passiert ist.“ Ab Sommer könnten erste Modelle solcher erdgasbasierten Geräte probeweise in den Einsatz kommen. Aber warum finden nicht gleich Wasserstoffzellen Verwendung, die Generatoren wären dann völlig CO2-neutral? Die Technik sei noch nicht soweit, sagt der MBF-Veteran Matthäi, und außerdem sei das Verteilnetz noch deutlich schlechter als bei Erdgas. Tankstellen gebe es noch so gut wie keine. Fazit: Es tut sich etwas am Produktionsstandort Rhein-Main auch in Sachen Grüner Filmproduktion, zumindest was das Ausschöpfen der Einsparungspotentiale bei Elektrizität angeht. Aber auch

GRIP61