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Millionenschwere Konjunkturförderung

Millionenschwere Konjunkturförderung

Investitionsprogramme für Start-ups und Kleinunternehmen in Hessen

Von Daniel Güthert

Auf Veranstaltungen und bei jedweder sonstigen Gelegenheit wird das Hessische Wirtschaftsministerium nicht müde, die Betriebe des Film- und Kreativsektors daran zu erinnern, sich nicht ausschließlich auf Beihilfen der kulturellen Fördertöpfe zu versteifen, sondern als reguläre Wirtschaftsunternehmen aufzutreten und demzufolge auch die Vielzahl rein ökonomischer Finanzhilfen in Betracht zu ziehen, die das Land jährlich vorhält. Dazu gehören Mikrodarlehen bis 36.000 Euro, Innovationskredite für Klein- und Mittelunternehmen, Gründungshilfen oder auch Bürgschaften und Kapitalbeteiligungen. Eines dieser millionenschweren Programme zur Unterstützung hessischer Gewerbebetriebe, das Paket Kapital für Kleinunternehmen (KfK), ist erst im vergangenen Jahr verlängert worden bis Ende 2024. Danach haben Firmen, die nicht mehr als 25 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresumsatz fünf Millionen Euro nicht übersteigt, die Möglichkeit, Zuwendungen in Anspruch zu nehmen mit einer Fördersumme zwischen 25.000 bis höchstens 150.000 Euro. Diese Mittel werden, was sie besonders attraktiv macht, über die staatliche Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) als Nachrangdarlehen ausgereicht und sind nicht an eine spezifische Zweckbindung geknüpft. Über 17 Millionen Euro sind bislang aus diesem Topf abgeflossen, der mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro ausgestattet ist. Ein weiteres interessantes Förderinstrument für Start-ups ist der vor zwei Jahren zwischen Baden-Württemberg und Hessen vereinbarte gemeinsame Wagniskapitalfonds, der von der Stuttgarter Landesbank L-Bank aufgelegt worden ist und dem sich die WIBank mit zunächst drei Millionen Euro angeschlossen hat. Spezialisiert ist der länderübergreifende Fonds auf die Anschub- und erste Wachstumsfinanzierung von jungen Unternehmen der Metropolregion Rhein- Neckar, indem er sich an den Betrieben mit Kapitaleinlagen für maximal fünf Jahre beteiligt.

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