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Editorial

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, die Corona-Krise verändert die Wirkungsweise dieser Ausgabe entscheidend: Nicht allein die ökologische Nachhaltigkeit ist ein Schwerpunktthema, sondern auch die soziale. Die vorübergehend geltenden Auflagen, Beschränkungen und Schließungen stellen Produktionsunternehmen, Kinos und Festivals vor nie zuvor dagewesene Probleme finanzieller Art. 2020 ist das Jahr der Existenzsicherung. Viele Kleinbetriebe, Freiberufler und Solo-Selbständige stehen vor dem Problem, keinen Anspruch auf Soforthilfe zu haben, denn die Zuschüsse dienen nicht zur Deckung von Einnahmeausfällen und Lebenshaltungskosten. Die hessische Filmbranche läuft daher Gefahr, durch die Krise schmerzhaft dezimiert zu werden und die Errungenschaften der letzten Jahre zu verlieren. Für Bund und Land ist es wichtig, die Höhe und Wirkung der bereitgestellten Finanzhilfen nicht allein als Schutzmaßnahmen, sondern als Investitionen in die Zukunft unserer Branche zu verstehen. Wie die krisenbedingten Probleme gelöst werden, beeinflusst letztlich auch die Entscheidung von Filmemachern und Kulturschaffenden, ob sie in Zukunft (noch) ein Teil davon sein möchten. Dieser Appell richtet sich jedoch ebenso an uns selbst, die wir auch in Zukunft zusammenarbeiten wollen: In der nächsten Zeit werden wir noch enger zusammenrücken müssen. Auf den nachfolgenden Seiten berichten wir Ihnen von Trends, Stärken, Schwachstellen und Hoffnungen innerhalb der hessischen Filmbranche, wir begrüßen Anna Schoeppe als neue Geschäftsführerin der HessenFilm, verabschieden Thomas Frickel aus dem Vorstand der AG DOK und porträtieren die vielseitige und aufstrebende Filmemacherin Melanie Gärtner. Überzeugen soll dabei auch unser neues Gestaltungskonzept. Schließlich dürfen Sie sich auf einige Neuerungen in unserem Seminarprogramm freuen. Hoffen Sie mit uns darauf, dass wir unsere Weiterbildungsangebote ab Herbst wie gewohnt analog stattfinden lassen können. Indem wir die Preise für Studierende weiter reduziert haben, senden wir ein zielgerichtetes Signal an den Nachwuchs – unabhängig von der aktuellen Krise. In diesem Sinne: Bleiben Sie optimistisch, solidarisch und, wenn der Kulturbetrieb wieder in Gang kommt, geduldig Ihr

Felix Fischl

GRIP61