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Dem Filmerbe verpflichtet

Dem Filmerbe verpflichtet

Seit 2019 leitet Christiane von Wahlert die Murnau-Stiftung

Von Harald Zander

Seit 1. Dezember ist Christiane von Wahlert neuer Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden. Sie ist die Nachfolgerin von Ernst Szebedits, der sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet hat. Mit von Wahlert übernimmt eine Persönlichkeit das Amt, die aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekte der Filmwelt bestens miteinander verbinden kann. Nach dem Studium der Erziehungs- und Sozialwissenschaften arbeitete sie in den Bereichen Bildung, Kulturpolitik, Theater und Publizistik. Zuletzt war sie 20 Jahre lang Geschäftsführerin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) und der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) in Wiesbaden. Jetzt steht bei Christiane von Wahlert die Filmgeschichte im Vordergrund. Die Murnau-Stiftung hat Tausende von Filmen aus der frühen Stummfilmzeit bis aus den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Darunter auch signifikante NS-Filme, die, so die neue Chefin, erkenntnisreiches Anschauungsmaterial für die politische Bildung liefern. „Mich reizt es, an einem Zukunftsmodell für die Stiftung mitzuarbeiten, die sich künftig aus ihren eigenen Einnahmen nicht mehr wird ernähren können.“ Rund 20 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, dieses bedeutende, kulturelle Filmerbe zu erhalten und zudem in einem eigenen Kino zugänglich zu machen. Zu den vordringlichsten Aufgaben der Stiftung gehören für von Wahlert deshalb zwei Dinge. Zum einen eine Fortführung der Restaurierung und Digitalisierung von historischen Filmen, und „zum anderen der hessischen Politik und der kulturellen Öffentlichkeit noch stärker zu verdeutlichen, dass das Rhein-Main- Gebiet mit dem Deutschen Filminstitut und Filmmuseum, dem DFF in Frankfurt und der Murnau-Stiftung in Wiesbaden über ein bundesweit einmaliges und facettenreiches Cluster zur Geschichte des Films verfügt. Um dieses Cluster zu erhalten, bedarf es der öffentlichen Förderung für diese Institutionen.“

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