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Im Sinne künstlerischer Vielfalt

Im Sinne künstlerischer Vielfalt
Das Filmhaus Frankfurt unterstützt jedes Jahr eine Vielzahl Frankfurter Filmfestivals
Von Martin Loew

Vorhang auf, die Show beginnt … bei den Frankfurter Filmfestivals. Mit ihren länder- oder kontinentspezifischen Reihen, spiegeln die hiesigen Filmfestivals die Weltoffenheit Frankfurts. Und ob die Veranstaltungen als fester Bestandteil im kulturellen Kalender verankert sind oder immer wieder einzelne Signalfeuer aussenden, eines ist allen Filmfestivals im Rhein-Main-Gebiet zu eigen: Sie entstammen dem Enthusiasmus von Cineasten, die ihre Begeisterung für besondere Spielarten von Film mit anderen teilen wollen.

Einige dieser Gruppen hatten das Glück, direkt einem Kino zu entstammen, wie die Macher von Cuba im Film, das traditionell im Filmforum Höchst präsentiert wird. Andere suchen leider noch immer nach einer Heimat. Gab es zwischenzeitlich einen Deal mit der Saalbau Frankfurt und dem Cinestar Metropolis am Eschenheimer Tor über die kostengünstige Nutzung des Kinocenters, so ist dieser inzwischen ersatzlos beendet worden. Und so steht eine Reihe von Festivals jedes Jahr vor dem Problem, geeignete Abspielorte zu erträglichen Preisen zu finden.

Die kleineren Kinos wie das Kino im Deutschen Filmmuseum, Orfeo’s Erben, Mal Seh’n Kino und Filmforum Höchst sind gerne die ersten Ansprechpartner und haben immer wieder auch Festivalfilme im Programm. Doch die Kapazitäten dieser Kinos sind begrenzt, die zusätzliche Belastung für die Mitarbeiter durch ein täglich wechselndes Programm nicht mehr weiter auszureizen.

Bei einigen dieser Festivals ist das Filmhaus Frankfurt unterstützend aktiv. Schon seit über 30 Jahren wird in Frankfurt die Visionale, das hessische Jugend Medien Festival ausgerichtet. Zunächst im Gallus Zentrum beheimatet, sind die Ausrichter um Jugendamt, Medienzentrum und Filmhaus Frankfurt mittlerweile ins Gallus Theater umgezogen. Filmhausmitarbeiter Philipp Mehler kümmert sich maßgeblich um die technischen Belange, bringt die in den verschiedensten digitalen Formaten eingereichten Filme auf einheitlichen Standard und sitzt auch mit Filmhausgeschäftsführer Ralph Förg und Beate Feyerabend vom Medienzentrum in der Vorauswahljury. Das Festival richtet sich an junge Menschen unter 27 Jahren und medienpädagogische Gruppen und findet jährlich Ende November statt.

Ebenfalls ein traditionsreiches Festival ist das bereits erwähnte Cuba im Film, das im Filmforum Höchst ausgerichtet wird. Filmhausmitarbeiterin Claudia Prinz ist hier seit vielen Jahren aktives Mitglied der Festival-Crew, die im Filmhaus die Räume für ihre Sitzungen nutzen kann, um Programm, Organisation und Finanzierung zu besprechen. Cuba im Film fand dieses Jahr zum 24. Mal statt.

Und Claudia Prinz ist noch in weiteren Festivals aktiv. Für das Türkische Filmfestival gestaltet sie die europäische Reihe und die Reihe mit Filmen türkischstämmiger Regisseure, die in Deutschland arbeiten mit und saß zudem in der Jury. Auch hier ist das Filmhaus Dienstleister und bietet Räumlichkeiten für die Vor- und Nachbereitung des mittlerweile 19 Jahre alten Festivals. Auch beim indischen Filmfestival, ausgerichtet im Kino Orfeo’s Erben, ist Claudia Prinz unterstützend tätig.

Beim LICHTER Filmfest Frankfurt International ist Filmhausmitarbeiter Philipp Mehler einer der Hauptorganisatoren. Er leitet vor allem den technischen Bereich, hat aber seit drei Jahren auch die Sektion Virtuelle Realität federführend übernommen. „Leider suchen wir seit 13 Jahren jedes Jahr nach geeigneten Spielstätten und die Mietkosten für Location und Technik gehen vom ohnehin geringen Festivaletat noch ab“, sagt er. „Es wird Zeit, dass Frankfurt die versprochene feste Abspielstätte für die Festivals bekommt.“

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