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Weichenstellung für die Zukunft

Weichenstellung für die Zukunft
Bis 2021 soll der Masterplan Kultur stehen
Von Daniel Güthert

Masterpläne haben Konjunktur. Keinesfalls will sich die Politik verstecken, wenn es um Zukunftsfragen geht. Auch Hessen schert hier nicht aus. Masterpläne für Wohnen, Tourismus, für Schule, Start-ups, Stadtentwicklung und vieles mehr gibt es bereits. Jetzt soll ein weiterer folgen: der Masterplan Kultur. Der Masterplan sei, wie die neue Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn (Die Grünen) bei ihrer Amtseinführung hinwies, eines der großen und wichtigen Themen, wenn es um "die Förderung von Kultur in ihrer gesamten Breite und für die gesamte Gesellschaft geht".

Das Ziel dabei soll sein, in einem partizipativen Verfahren mit den Kulturschaffenden in Hessen die Rahmenbedingungen der Kulturpolitik des Landes für die Zukunft zu definieren und daraus die entsprechenden Schlüsse für die Förderung von Kunst und Kultur abzuleiten.

Ganz neu freilich ist die Idee zur Erstellung einer umfassenden Analyse der Kulturpolitik nicht. 2013 hatte die Koalition von CDU und Grünen diese Aufgabe bereits in ihrer Koalitionsvereinbarung festgeschrieben. Entsprechend sind in der vergangenen Legislaturperiode die ersten Vorarbeiten in Angriff genommen worden. Entstanden ist so zum Beispiel der "Kulturatlas Hessen", ein 220 Seiten starkes Kompendium zur staatlichen Kulturförderung in Hessen, das im April 2018 herauskam. Ein komplettes Grundlagenwerk, das die hiesige Kulturlandschaft in ihrer gesamten Vielfalt vorstellt und die dafür aufgebrachten Mittel auf der Basis des Jahres 2015 im einzelnen aufschlüsselt.

Ein weiterer Schritt war die im Mai 2018 gestartete Online-Befragung zur Lage der Kultur in Hessen und zu den Erwartungen an die Politik. Wie sich aus rund 1.700 Antworten zeigte, haben sich Kulturschaffende wie -interessierte gleichermaßen beteiligt. Die Ergebnisse dieser Umfrage, die online abgerufen werden kann unter kunst.hessen.de, sollen nun im Dialog mit den Akteuren und Machern des Kulturbetriebs zum Masterpaln Kultur verdichtet werden.

In einer ersten Expertenrunde, in der die Filmbranche durch Erwin Heberling (Film- und Kinobüro) und Hans-Joachim Mendig (Hessen Film) vertreten war, sind bisherige Zwischenergebnisse behandelt und erörtert worden. Das weitere Prozedere aber ist dem Vernehmen nach noch nicht abgestimmt. Laut HMWK soll der Masterplan indes bis Sommer 2021 vorliegen.

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