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Editorial

Lieber Leserinnen und Leser,

vielen Dank für das Interesse an dieser Zeitschrift in ihrer schönen, runden 60. Ausgabe! Zwei große Ereignisse stehen für das Filmhaus Frankfurt auf dem Plan. Wir feiern im Herbst das 30jährige Jubiläum, und wir verabschieden unseren Geschäftsführer Ralph Förg in den verdienten Ruhestand. Grund genug die Rolle des Filmhauses und seine Funktion für die regionale Filmszene zu reflektieren und nachzufragen, was sich vor allem junge Kreative in Zukunft vom Filmhaus versprechen – Rudolf Worschech und Birgit Schweitzer geben uns mit ihren Beiträgen wertvolle Impulse.

Im Fokus dieser Ausgabe steht die Rolle von Filmverleihern - als Vermittler zwischen Produktion und Kino. Dazu liefert uns Reinhard Kleber interessante Zusammenhänge. Welche Herausforderungen in Zukunft auf die Verleiher warten, haben Johannes Klingsporn für den VdF und Leopold Grün von der AG Verleih beleuchtet. Welche Probleme die Macht von Großverleihen für kleine Kinobetreiber bereiten kann, das erläutert Erwin Heberling. Dass Frankfurt einmal eines der Zentren des Filmverleihs in Deutschland war, mag für manche überraschend sein - Claus Wecker liefert eine ernüchternde, aber nicht hoffnungslose Bestandsaufnahme.

Im Portrait zeigen wir diesmal den Frankfurter Filmemacher und Fotografen Heiko Arendt, dessen Werk uns Gunter Deller vorstellt. Dem ebenfalls in Frakfurt beheimateten Filmemacher Paverl Schnabel wurde in Weimar eine Retrospektive gewidmet, die sich Claudia Prinz angeschaut hat. Birgit Schweitzer zeichnet das Firmenportrait der ACAM Network. Und Andrea Wenzek umreißt für uns das Berufsbild des Szenenbildners.

In zwei Beiträgen kommt Hessens neue Kulturministerin Angela Dorn zu Wort: Im Interview mit Daniel Güthert und im Rückblick auf den Berlinale-Empfang der Landesregierung. Bernd Jetschin war für GRIP mit dabei. Und mit den "Hessen-Talents" war auch die hFMA wieder bei der Berlinale mit von der Partie; Mariella Spilke ist unsere Berichterstatterin.

Über den Zusammenschluss der B3 mit der Buchmesse informiert Daniel Güthert. Erfolgreich veranstaltete das LICHTER Filmfest im März seine 12. Ausgabe unter dem Thema "Natur" – Tobias Hüser liefert einen Rückblick. Im letzten Jahr veranstaltete LICHTER einen Kongress zur Zukunft des deutschen Films. Wie die Debatte in diesem Jahr fortgeführt wurde, hat sich Alexander Jürgs angehört. Und eine gute Nachricht für die Freunde sommerlicher Filmabende im Freien: "Shorts at Moonlight" wird 2019 wieder stattfinden, wie Daniel Güthert weiß.

Daniel Güthert wirft zudem ein Schlaglicht auf den Masterplan Kultur, den die hessische Landesregierung bis 2021 auf den Weg bringen will, und er hinterfragt die staunenswerte Idee einer Geld-zurück-Garantie für unzufriedene Kinobesucher. Und Ernst Szebedits (Murnau-Stiftung) bewertet die 2019 vom Bund aufgelgte Digitalisierungsoffensive für das Filmerbe. Abschließend ein weiterer Ruhestand: Christiane von Wahlert verläßt die Chefetage der SPIO. Wir würdigen sie mit dem Abdruck einer leicht gekürzten Rede des VdF-Geschäftsführers Johannes Klingsporn.

Genießen Sie die wärmer und länger werdenden Tage, und vergessen Sie dabei nicht, ins Kino zu gehen! Viel Vergnügen, auch bei der Lektüre dieser Ausgabe der GRIP.

Ihre Redaktion

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