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Branchenmeeting in Berlin

Branchenmeeting in Berlin
Berlinale-Empfang mit neuer Ministerin Angela Dorn
Von Bernd Jetschin

Beim traditionellen Hessen-Empfang auf der Berlinale ist der erste Auftritt der neuen Kulturministerin Angela Dorn (Die Grünen) mit Spannung erwartet worden. Im Gespräch mit Moderator Knut Elstermann stellte sie die wesentlichen Punkte der künftigen Filmpolitik aus dem kürzlich zwischen CDU und Grünen verabschiedeten Koalitionsvertrag vor. Sie versprach Kontinuität bei der Kinoförderung und hob hervor, dass es auch darum gehe, die Kinokultur im ländlichen Raum zu stärken. “Die Film-, Kino- und Festivalförderung ist für uns ein wichtiges Anliegen. Ich will gemeinsam mit der Branche die Herausforderungen der nächsten Jahre angehen”, kündigte die Ministerin an. Geplant sei, die Bürgschaftsmittel sukzessive in Filmfördermittel umzuwandeln und bestehende Verfahren zu vereinfachen, "damit Zeit und Energie in die Kunst und nicht in die Bürokratie fließen.”

Weitere Ziele sind der Ausbau der Fördermittel für die regionalen Festivals, die Stärkung der Mittel für die Digitalisierung des Filmerbes und die Unterstützung der Nachhaltigkeit von Filmtheatern und Kinoproduktionen. “Wir wollen den Preis für nachhaltiges Kino fortführen und die nachhaltige Filmproduktion unterstützen”, sagte Dorn.

Förderchef Hans Joachim Mendig bekräftigte, dass in Hessen vor allem junge Talente gefördert werden sollen, um sie langfristig am Standort zu halten. Dazu hat er das Förderteam noch einmal verstärkt. Als Leiterin der Förderabteilung in der Film und Medien GmbH ist Marion Wagner ins Haus gekommen, die zuvor bei der IDM Filmförderung in Südtirol tätig war. Zwei der regionalen Nachwuchsfilmer, die am Standort nachhaltig wachsen wollen, sind Tonio Kellner und Jakob Zapf von der Frankfurter Neopol Film, die im Herbst den Spielfilm “Eine Handvoll Wasser” in Frankfurt und Umgebung drehen werden. Für die Hauptrolle konnten sie Jürgen Prochnow gewinnen.

Der anlässlich des Berlinale-Empfangs traditionell vergebene Preis der Leserjury der Filmzeitschrift epd Film ging in diesem Jahr an den Kinofilm “In den Gängen”. epd-Chefredakteur Rudolf Worschech überreichte als Preisgeschenk die gestiftete Nomos-Uhr an den Regisseur Thomas Stuber.

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