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Wie Kinder und Jugendliche die Welt sehen

Wie Kinder und Jugendliche die Welt sehen

Vom 16. bis 18. November feiert das Jugendmedienfestival Visionale seine 30. Ausgabe

Von Ralph Förg

Den Ausgangspunkt bildete Mitte der 80er Jahre eine sehr einfache Idee: Filmbegeisterte Pädagogen zeigten einem staunenden Publikum in der damaligen Landesbildstelle Hessen, was sie über das Jahr hinweg an Filmen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen produziert hatten: Schon war die Frankfurter Schüler- und Jugendfilmschau geboren.

Die Idee schlug ein und verbreitete sich sehr schnell in ganz Hessen. Als Mitstreiter war gleich auch das Institut für Medien und Kommunikation, der Landesfilmdienst, mit eingestiegen. Jahr für Jahr erhöhte sich die Anzahl der eingereichten Filme. Aber auch deren Qualität. Die Hessischen Jugendfilmtage wuchsen und zogen um ins Gallus an die Krifteler Straße. Als neuen Schauplatz für ihre Filmaufführungen konnten sie das Gallus-Theater nutzen, das heute - nebenbei bemerkt – als Medienzentrum Gallus mit seinen Aktivistinnen und Aktivisten als eine der wichtigsten Institutionen der Medienpädagogik in Frankfurt Anerkennung findet.

Das Jugendmedienfestival wurde größer, stärker, selbstbewusster. Die ausrichtende Landesbildstelle fand zusätzliche Partner. Das von Kindern und Jugendlichen geschaffene Filmprogramm erstreckte sich bald über mehrere Tage. Es wurden schließlich auch Jurys berufen, die die Filme aussuchten und mit Preisen belohnten. Das Jugendamt Frankfurt als preisgewährende Instanz hatte sich schon früh zur Förderung der Medienarbeit von und mit Kindern bekannt und misst bis heute der immer wichtiger gewordenen Medienerziehung auch steigende Bedeutung bei.

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung lobte ein Sonderthema aus und gewährte einen eigenen Preis. Nach der Jahrtausendwende stieg die Anzahl der eingereichten Filme aus ganz Hessen nochmals an. Schulen, Bildungsstätten und Jugendclubs hatten von diesem wunderbaren Filmfestival erfahren; Pädagoginnen und Pädagogen nutzten das Forum für den fachlichen und persönlichen Austausch. Ein künstlerisches Rahmenprogramm, Podiumsdiskussionen und Fachgespräche, Jugendaustausch mit Jugendlichen aus Frankfurts Partnerstädten schufen immer wieder neue Anlässe, sich selbst, das eigene Filmschaffen und natürlich die Welt zu befragen und aus neuer Perspektive darzustellen. Experimente, interaktive Präsentationen - Erneuerung als Konzept der gezeigten wie der eigenen Arbeit.

So erfand sich das Jugendmedienfestival parallel zu seiner Umbenennung als Visionale auch inhaltlich immer wieder neu, passend zu den Veränderungen der digital gewordenen Medienwelt, die stärker denn je den Alltag bestimmt. Und um etwas anderes nicht zu vergessen: Die digital geprägte Filmproduktion ermöglicht schon Kindern, erst recht Jugendlichen, sehr hochwertige Filme zu schaffen.

Heute, für die 30. Ausgabe der Visionale, die im neuen Gallustheater seit dessen Eröffnung eine neue Heimat gefunden hat, stehen als Hauptausrichter das Medienzentrum Frankfurt, das Jugendamt der Stadt Frankfurt, das Filmhaus Frankfurt und das Gallus Theater Seite an Seite. Schulamt und Kulturamt der Stadt Frankfurt, das Land Hessen und die Landesanstalt für Privaten Rundfunk fördern das Festival kontinuierlich.

So ist es im November wieder soweit: 60 Filme in den unterschiedlichsten Alterskategorien werden gezeigt und prämiert. Sie repräsentieren die digital gewordene Visionale vom 16. bis 18. November, feiern gemeinsam mit NODE, die eine Ausstellung stiften, ein künstlerisches Jubiläum.

Vor 30 Jahren lasteten schwere VHS-Kameras auf den Schultern der Aktiven. Das gesamte Festivalprogramm heute passt auf eine sehr kleine Festplatte in die Hosentasche. Die ganze Welt, so wie nur Kinder und Jugendliche sie zu sehen vermögen. (www.visionale-hessen.de)

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