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Gäste aus aller Welt

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In Gießen fand die vierte Seriale – das Festival für digitale Serien statt

Von Alexander Scherer

Als Drehscheibe für neueste Trends und Entwicklungen im Bereich Onlineserien macht zunehmend Gießen von sich reden. Bereits zum vierten Mal fand dort im Juni das Festival für digitale Serien statt, dessen Schwerpunkt in diesem Jahr auf Gastland Kanada und dem dortigen, stark wachsenden Webserienmarkt lag. Filmemacher aus 14 Ländern zeigten ihre Arbeiten: 56 Serien und acht Pilotfilme standen auf dem Programm und im Wettbewerb diverser Preiskategorien.

Als großer Gewinner stach der finnische Beitrag „End Unsung" von Produzent und Regisseur Rolf Lindblom hervor, der als Beste Serie prämiert wurde. In der Kategorie Beste Regie gewann Riccardo Cannella (Italien) mit „Anachronisme". Und in weiteren drei Sparten waren es deutsche Produktionen, die sich als Sieger dursetzten: „2 Aliens“ von Thomas Zeug gewann in der Kategorie Beste Animation, „Großbreitenbach-100%“ als beste Doku (Regie Gerd Conradt, Berlin), und für „Stage Fright / Lampenfieber“ ging der Drehbuchpreis an die Kölner Fabian Wallenfels und Kirsten Loose.

Veranstaltungen im Rahmen des Festivals, wie der „Educational Day“ (gefördert von der hFMA) und dem „Business Day“ (gefördert von Kultur- und Kreativwirtschaft Hessen), waren herausragende Plattformen, bei denen auch die heimische Szene sehr prominent vertreten war und so die Chance hatte, mit der internationalen Seriencommunity in Kontakt zu treten. Diese Chance nutzten hessische Akteure auch für die beiden anderen Highlights des Rahmenprogramms, dem Pitching Workshop sowie dem anschließenden Pitching Contest, an denen auch Frankfurter Produktionen beteiligt waren: „Der Tod ist voll in Ordnung“ von Theresa Worm, „DocJäger“ – eine Sitcom von Neopol Film sowie die „Zwölf Apostel'' der Jungle-Movie Entertainment.

Mit der vierten Ausgabe gehörte die Seriale wieder zum „Web Series World Cup“, womit sie in einer Reihe steht mit den weltweit renommiertesten Terminen dieses jungen Formats. Über 1.000 Teilnehmer und Gäste konnten in Gießen begrüßt werden. Vor allem in den letzten zwei Jahren ist die Seriale solchermaßen zu einem der größten Branchentreffs für die internationale Szene herangewachsen. Für Csongor Dobrotka, dem Leiter und Gründer der Seriale, Grund genug, mit zufriedener Miene Bilanz zu ziehen: „Digitale Serien sind das am stärksten wachsende Filmmedium; unsere Erwartungen an das diesjährige Festival wurden weit übertroffen."

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