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Musik visuell sinnfällig machen

Musik visuell sinnfällig machen

Das ambitionierte Projekt des Oscar-Preisträgers Thomas Stellmach / Claudia Prinz

Vor 15 Jahren gewann Thomas Stellmach mit seiner Abschlussarbeit an der Kasseler Kunsthochschule, dem poetischen Puppentrickfilm "Quest", den Oscar für den besten animierten Kurzfilm. Seither geht er eigenwillig seinen Weg des Forschens, Suchens, Experimentierens. In den letzten zwei Jahren hat er sich einem besonders ambitionierten Projekt verschrieben: Zusammen mit der Zeichnerin Maja Oschmann setzt er die Musik des Komponisten Louis Spohr (1784 - 1859) in Bilder um. Erste Ergebnisse waren nun im Kasseler Spohr-Museum parallel zur 13. Documenta zu sehen. Das komplette Werk soll schließlich im Februar 2013 zur großen 1100-Jahr-Feier der Stadt in einer Live-Aufführung präsentiert werden, begleitet vom Kasseler Staatsorchester.

Seit 2010 arbeiten Stellmach und Oschmann daran, zur Ouvertüre der Spohr-Oper „Der Alchymist“ den 6-minütigen Experimentalfilm "virtuos - virtuell" zu kreieren. Stellmachs Idee war es, Charaktere in Form einer sich fortbewegenden schwarzen Linie zu entwickeln, die in einem Wechselspiel von vorsichtiger Begegnung und dynamischer Verfolgungsjagd, von tänzerischer Leichtigkeit, aber auch durch Konfrontation eine ganz eigene Geschichte erzählt. In Maja Oschmann, die bereits Erfahrung mit der Umsetzung von Musik hatte und seine Idee weiterentwickelte, fand er eine kongeniale Partnerin. Ihr gelang es, mit ihren Tuschezeichnungen Bilder auf Papier zu bringen, die im Zuschauer Assoziationen wecken: Man identifiziert sich mit der Linie, ihrem Wogen, Hüpfen, Drängen, Wachsen und Schwinden, mit Elementen, die unterschiedliche Emotionen wie Neugierde, Freude, Zorn oder Bedrängnis zum Ausdruck bringen.

Stellmach und Oschmann tauschen sich intensiv darüber aus, wie sie die Musik jeweils empfinden. „Wir müssen", so Thomas Stellmach über die Herangehensweise, "das richtige graphische Element finden, das zur Bildkomposition passt, synchron zur Musik funktioniert und natürlich die Geschichte zum Ausdruck bringt. Außerdem kommt die Dreidimensionalität hinzu, wir müssen es vom Flachen ins Räumliche umdenken."

Die Arbeit ist ein aufwendiger Prozess, der in einzelnen Schritten gemacht wird und noch nicht abgeschlossen ist.

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