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Kunst im digitalen Zeitalter

Kunst im digitalen Zeitalter

Die Documenta Kassel profitiert vom neuen Digital-Archiv "Media Art Base" / Dieter Brockmeyer

Alle fünf Jahre wird Kassel zum Mekka der modernen Kunst, wenn die Documenta ihre Pforten öffnet. 860.000 Besucher zählte die 13. Ausgabe, die im September zu Ende gegangen ist: Besucherrekord. Dass aber die audiovisuellen Kunstwerke und Dokumente der Documenta digital gesichert und für die Allgemeinheit zugänglich werden, ist dem 2010 eingeführten richtungsweisenden Projekt der "Media Art Base" zu verdanken, an dem vier führende Träger der Film- und Medienkunst beteiligt sind: das Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe, (ZKM), das European Media Art Festival in Osnabrück sowie aus Kassel das Dokumentarfilm- und Videofest und eben das Documenta Archiv.

Von den vier beteiligten Partnern ist ein beachtlicher Grundstock an Materialien eingebracht worden, die in einer Datenbank mit einfacher, klarer Verweis- und Präsentationsstruktur erfasst sind. Allein aus dem Documenta Bestand sind dadurch 3.000 Videos, abertausende Dias und 450 DVD's abrufbar, wie Karin Stengel, Leiterin des Archivs erklärt. "Ohne das Projekt der "Media Art Base" wären unendlich viele Arbeiten verlorengegangen oder unauffindbar geworden. Vor allen Dingen die Aufbereitung der Metadaten machen die Arbeiten jetzt für jedermann zugänglich.“

Besonders glücklich ist Karin Stangel aber darüber, dass es mittels des neuen Projektes möglich geworden ist, in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk (hr), gefährdete Originalvideos von Documenta-Künstlern, aber auch Interviews mit diesen und Mitschnitte von seltenen dokumentarischen Beiträgen im Fernsehen zu digitalisieren und zwar in bestmöglicher Qualität, nämlich auf Basis der Sendebänder. „Wir haben natürlich alles zuvor schon mitgeschnitten. Die Sendebänder aber liefern eine viel höhere Qualität.“ Allerdings kann auf diese Beiträge aus Urheberrechtsgründen nicht online zugegriffen werden, wie Karin Stengel einschränkt. "Aber man kann sie bei uns einsehen und jeder Nutzer muss sich dann, wenn er das Material weiter verwenden will mit den Rechteinhabern einigen.“

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