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Das Gedächtnis Europas

Das Gedächtnis Europas

Hessen beteiligt sich am Projekt "European Film Gateway 1914" / Daniel Güthert

Was derzeit unter Federführung des Deutschen Filminstituts (DIF) in Frankfurt gestemmt wird, ist kaum weniger als eine digitale Revolution. Nach dreijähriger Pilotphase war im Herbst 2011 der Startschuss gefallen für das European Film Gateway (EFG). Ein Internetportal, das den Zugang zu filmkulturellen Beständen aus 16 europäischen Archiven und einem halben Dutzend wertvoller Sammlungen eröffnet und Teil einer europaweiten digitalen Bibliothek der Künste und Wissenschaften ist ("Europeana"). Stattliche 5,4 Millionen Euro standen dem DIF dafür bereit, überwiegend aus den Töpfen der EU bezuschusst und mit 250.000 Euro vom Land Hessen und vom Bund getragen.

Kürzlich nun ist die zweite Projektphase angelaufen, abermals unter Leitung des DIF: die digitale Erfassung aller verfügbaren Film- und Bildmaterialien, die um das Thema Erster Weltkrieg kreisen. Die Zahl der kooperierenden Archive ist für dieses Vorhaben sogar noch größer als beim eigentlichen EFG. Aus mehr als 20 Beständen erwartet Projektleiter Georg Eckes Zulieferungen, darunter auch vom London Imperial War Museum, der "weltweit wohl größten und bedeutendsten Sammlung zum Ersten Weltkrieg", so Eckes. Nach ersten Erhebungen ist mit rund 650 Stunden Filmmaterial (Spielfilme, Wochenschauen, Dokumentationen) und Tausenden von Bildern zu rechnen, die in den nächsten zwei Jahren sukzessive eingescannt und ab 2013 online gestellt werden sollen.

An den Kosten, die mit rund 4,2 Millionen Euro beziffert sind, werden sich auch in diesem Fall wieder das Land und der Bund mit jeweils 100.000 Euro beteiligen. "Wir setzen damit unser Engagement für das hessische und deutsche Filmerbe in Europa fort zum Nutzen nicht nur von Historikern und interessierten Internetnutzern, sondern auch von Filmemachern und Kreativen, die mit Blick auf den Jahrestag 2014 so an qualitativ hochwertige digitale Fassungen dieser Filme kommen", sagte die zuständige Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann (CDU): Der Abschluss der Arbeiten ist für Anfang 2014 avisiert, zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns. Dann soll das Projekt im Rahmen von Sonderreihen wie etwa bei der Berlinale der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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