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Weihnachtsmarkt im Frühling

Weihnachtsmarkt im Frühling
Am Frankfurter Römer drehte Markus Goller die Weihnachtskomödie "Alles ist Liebe" / Daniel Güthert

Eine phantastische, fast unwirkliche Kulisse. Maronenbrater, Glühweinstände, Weihnachts¬schmuck, Tannenbäume - und das traditionelle Kinderkarussell. Der halbe Platz am Frankfurter Römer ist zum Christkindlmarkt verwandelt. Dabei haben wir Ende Februar und alles andere als winterliche Temperaturen. Was hier geschieht, ist ein Musterbeispiel für die Imaginationskraft des Kinos. Es ist die Szenerie für den Weihnachtsfilm "Alles ist Liebe", der in Frankfurt spielt und hier auch überwiegend gedreht worden ist, an vielen exponierten Schauplätzen der Stadt: am Römer, am Mainufer, an der Alten Oper oder am Kaiserplatz, am Steigenberger Hof.

Erzählt wird in dem verwickelten Episodenfilm vom heillosen Chaos, in das Menschen, im Verwirrspiel der Liebe, durch die Wallungen ihrer Gefühle und Hoffnungen geradewegs geraten können. Ein Auf und Ab der Emotionen und Ereignisse. Und zu allem Überfluß steht das Weihnachtsfest vor der Tür, das mancher Kettenreaktion doppelt Zündstoff verleiht. Eine Romantic Comedy, die jedoch bei aller Turbulenz, wie Produzent Henning Ferer (Film1) beschreibt, nicht die Zwischentöne, die leisen Momente unterschlägt.

Universal Pictures bringt den Film heraus

Angelehnt ist der Film an den holländischen Kinohit "Alles is Liefde" von Joram Lürsen (Buch Kim van Kooten), der 2007 in den Niederlanden ein Kassenschlager war. "Die deutsche Universal (UPI) machte mich auf den Stoff aufmerksam, und sofort war uns klar, welches Potential diese Story hat," so Ferber im Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Projekts. "Die komplexe Struktur, die einzelnen Stränge des Geschehens, das die Schicksalswege von fünf Paaren ineinander verwebt, haben wir beibehalten, aber in vielen Details ergänzt und vor allem auf das hiesige Lebensgefühl angepaßt." Geschrieben wurde die Neufassung von der in Hamburg lebenden Engländerin Jane Ainscough ("Eltern", "Hanni & Nanni").

Produziert wird der Film von Henning Ferber mit seiner Berliner Herstellungsfirma Film1 und Universal Pictures, die für 4. Dezember den Kinostart plant. Schon lange habe Universal nach einem hochkarätigen, unterhaltsamen Feel-good-Movie für Weihnachten gesucht, so UPI-Chef Paul Steinschulte. Und er ist überzeugt, daß diese liebenswert-amüsante Komödie genau das richtige Format ist. Nicht zuletzt, da mit Regisseur Markus Goller ("Friendship"; "Frau Ella") ein ausgewiesener Komödienspezialist am Werk ist und das Cast, das insgesamt mit über 60 Rollen aufmarschiert, mit einer Fülle großer Sympathieträger der Kinoleinwand auftrumpft.

Ein Stelldichein bekannter Leinwandstars

Da spielen Heike Makatsch und Wotan Wilke Möhring ein Paar, dessen Ehe ins Kriseln gerät. Da gibt Nora Tschirner die romantische Kiki, die ihrem Jugendschwarm (Tom Beck) nachtrauert. Da finden Christian Ulmen und Friedrich Mücke zusammen, die sich endlich das Jawort geben wollen und wieder von Zweifeln geplagt sind. Fahri Yardim verkörpert den Familienvater Kerem, der, gerade arbeitslos geworden, auf originelle Weise versucht, der Lage Herr zu werden. Und Elmar Wepper schließlich tritt als Weihnachtsmann an, der zum Helden avanciert: er springt in den Main und rettet ein Mädchen vor dem Ertrinken.

Gefilmt wurden sämtliche Außenaufnahmen in Frankfurt und Umgebung, an insgesamt 23 Drehtagen. Weitere 19 sind anschließend in Berlin erfolgt. Daß sich in der Mainmetropole auch aufwendige, sehr komplizierte Außendrehs, selbst an belebtesten Winkeln der Stadt, verwirklichen lassen, dafür hat neben der Unterstützung durch die Film Commission vor allem das Presseamt Frankfurt beigetragen. Dort ist Beate Collin in der "Beratungsstelle Film" zuständig für die Betreuung von Produktionsteams, die in der Stadt drehen wollen. Wie hilfreich ein solches Servicebüro ist, bestätigte Henning Ferber: "In den nicht immer einfachen Situationen mit den Ämtern, sind wir dadurch doch sehr gut vorangekommen."

Mit einem Darlehen von 800.000 Euro hat sich zudem das Land (Hessen Invest Film) an dem auf 6,3 Millionen Euro bezifferten Vorhaben beteiligt, neben den Förderungen von DFFF, Medienboard Berlin-Brandenburg und FFA.

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