Wir helfen Ihnen Ihre Visionen zu verwirklichen!

Reiche Ernte bei der Berlinale

Reiche Ernte bei der Berlinale

Die Hessische Filmförderung als wegweisender Impulsgeber für aktuelle Filme / Bernd Jetschin

Hessen war bei der Berlinale 2011 so erfolgreich wie kein anderes Bundesland. Zwei Hauptpreise sowie der Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater waren die reiche Ernte für die in Hessen geförderten Filme. Der Silberne Bär für die beste Regie ist an Regisseur Ulrich Köhler für sein Entwicklungshelfer-Drama „Schlafkrankheit“ gegangen und Dokumentarfilmer Andres Veiel erhielt für sein Spielfilm-Debüt „Wer wenn nicht wir“ den Alfred-Bauer-Preis. Außerdem wurde "Wer wenn nicht wir", der sich mit der Vorgeschichte der RAF befasst, mit dem Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater gewürdigt. Beide Filme sind mit den Mitteln der Hessischen Filmförderung (HFF) entstanden.

Eine weitere Auszeichnung für einen Film mit hessischer Beteiligung gab es im Rahmen der Cinema for Peace-Gala, die den Dokumentarfilm „Harmony“ mit dem „International Green Film Award“ würdigte. Die US-amerikanische Produzentin Julie Bergman nahm den Preis im Konzerthaus am Gendarmenmarkt auch im Namen der Frankfurter Koproduzenten Karl-Eberhard Schäfer und Norbert Walter (U5 Filmproduktion) entgegen. „Harmony“ schildert das Umweltengagement des britischen Thronfolgers Prinz Charles, der sich für einen sorgsamen Umgang mit den Ressourcen der Natur einsetzt.

Starke Berlinale-Präsenz des Dokumentarfilms

Beim Berlinale-Empfang der Hessischen Landesregierung war die erfreuliche Präsenz Hessischer Produktionen im Wettbewerb wie in anderen Sektionen der Filmfestspiele das beherrschende Thema. Im Panorama feierte der HFF-bezuschusste Dokumentarfilm „The Big Eden“ Premiere, in dem Regisseur Peter Dörfler sich mit dem schlagzeilenträchtigen Leben des Berliner Nachtclub-Besitzers Rolf Eden beschäftigt hat. Eden haftet noch heute das schillernde Etikett „Letzter Playboy Deutschlands“ an.

Qualitativ starke Dokumentarfilme - von jeher eine Domäne der Hessischen Filmförderung - gab es auch in der neu geschaffenen Berlinale-Reihe „German Cinema – Lola & Berlinale“ zu entdecken, in der auch zwei mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnete Produktionen vertreten waren: „Das Schreiben und das Schweigen“ (2009) über die Dichterin Ulrike Mayröcker (Regie Carmen Tartarotti) und David Sievekings „David wants to fly“ (2010). Diese beiden Filme hatten es ebenso in die Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis geschafft wie der Kinderfilm „Das Sandmännchen und der verlorene Traumsand“ oder auch Lars Kraumes Spielfilm „Die kommenden Tage“, der mit fast einer halben Million Euro durch die Wirtschaftsförderung Hessen Invest Film unterstützt worden ist. Schließlich konnte Kraume für "Die kommenden Tage" noch den begehrten Leserpreis der Zeitschrift „epd film“ als bester Kinofilm des Jahres entgegenehmen.

Andres Veiel lobt Hessische Filmförderung

Auf einer Podiumsdiskussion aus Anlass des 60jährigen Jubiläums der Wiesbadener FBW unterstrich Preisträger Veiel, wie viel er der Hessischen Filmförderung über die Jahre hinweg zu verdanken habe, die ihn bei seinen bisherigen Filmen von Anfang an unterstützt und auch jetzt zur Schlussfinanzierung seines ersten Spielfilms beigetragen habe. Dazu stellte Veiel fest: „Es war nicht einfach, dieses Projekt durchzufechten und für mich ein existentieller Kampf um mehr Drehtage. Die Hessische Filmförderung war eine wichtige Förderung, damit ich nicht an den Drehtagen kürzen musste. Sie hat mit ihrer Förderung ein wichtiges Signal für diesen Film gegeben.“