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Hohes Drehvolumen in Hessen

Hohes Drehvolumen in Hessen

Hessen Invest Film fördert spannende Projekte / Günter Schmitteckert*

Als erfreuliche Tendenz ist für das Jahr 2010 eine deutliche Steigerung des Drehvolumens in Hessen durch die von Hessen Invest Film (HIF III) geförderten Projekte zu verzeichnen. Nach einer Auswertung der Film Commission Hessen stieg die Zahl der Drehtage von circa 60 im Jahr 2009 auf 182 im Jahr 2010. Mit „Playoff“, „Homies“, „Die Festung“, „Nydenion“ und „What a Man“ haben fünf geförderte Kinospielfilme, die vollständig beziehungsweise nahezu komplett in Hessen gedreht wurden, entscheidend zu diesem Schub beigetragen, ebenso wie die geförderten internationalen Co-Produktionen „Iron Sky“, „Babycall“ und „The Exchange“, die jeweils ihren deutschen Drehanteil in der Rhein-Main-Region realisierten. Dieser für Hessen erfreuliche Drehboom stieß auf entsprechend breites Medienecho. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei allen Mitgliedern der Bewertungskommission bedanken, die mit hohem persönlichen Einsatz und ihrer hervorragenden Kompetenz wesentlich zum bisherigen Erfolg von HIF III beigetragen haben.

Mehr attraktive internationale Projekte

Damit hängt die Messlatte für 2011 hoch. Aber die Aussichten auf ein hohes Drehvolumen sind zusätzlich zur starken Beteiligung von hessischen Dienstleistern und Teammitgliedern bei geförderten Projekten erneut positiv einzuschätzen. Die Entscheidungen der Kommission im zweiten Jahr des Förderprogramms Hessen Invest Film III senden zusätzlich das Signal, Hessen für den internationalen Markt verstärkt attraktiv zu gestalten. So erhielten „Der deutsche Freund“, eine deutsch-argentinische Produktion der Filmemacherin Jeanine Meerapfel, der türkisch-deutsche Politthriller „Labyrinth“ der Frankfurter Stoked Film und nicht zuletzt die internationale Co-Produktion „The Danish Girl“ von Senator Film Köln unter der Regie von Lasse Hallström mit der Star-Besetzung Nicole Kidman und Rachel Weisz eine Förderzusage.

Im Jahr der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft wird Frankfurt nicht nur Austragungsort für das Endspiel sein, sondern steht auch im Mittelpunkt des geförderten Dokumentarfilms „11 Freundinnen“ der Pandora Filmproduktion. Die aus Korea stammende hessische Dokumentarfilmerin Sung-Hyung Cho wird sich darin mit dem Thema Frauen und Fußball anlässlich der WM 2011 auseinandersetzen. Alle Projekte werden Drehanteile in Hessen realisieren. Bei „The Danish Girl“ wird die Landeshauptstadt Wiesbaden als perfekte Kulisse für das Pariser Bohème-Leben der 1920er Jahre in Szene gesetzt werden.

Hessenfilme sammeln nationale Preise

Neben der Festivalpräsenz von geförderten Filmen wie bei den "Lichter Filmtagen" in Frankfurt mit „Nydenion“, „Die Wahrheit über Dracula“, „Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland“ und „Unter Dir die Stadt“ begann das neue Jahr vielversprechend mit Auszeichnungen für etliche Projekte, die Hessen Invest Film unterstützt hat: Der Dokumentarfilm „Harmony“ der Frankfurter U5 Filmproduktion erhielt den „International Green Film Award“ der Cinema für Peace Foundation. Mit dem Leserpreis für den „Besten Deutschen Film 2010“ des Kino-Magazins epd Film wurde der Titel „Die kommenden Tage“ von Lars Kraume bei der Berlinale ausgezeichnet. Und für ihre schauspielerische Leistung in Kraumes Zukunftsdrama ist Bernadette Heerwagen als „Beste weibliche Hauptdarstellerin“ für den Deutschen Filmpreis nominiert. Eine weitere Nominierung ging schließlich an Vedat Erincin als „Bester männlicher Darsteller in einer Nebenrolle“ in dem Film „Shahada“.

*Günter Schmitteckert ist Vorsitzender der Bewertungskommission HIF III. Förderreferentinnen für das Filmförderprogramm Hessen Invest Film III sind Lena Pezzarossa und Ursula Vossen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in Offenbach.