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Ein Hauch von Babelsberg

Ein Hauch von Babelsberg

Mit neuer Studiohalle setzt die Medienfirma Aeon auf Expansion / Daniel Güthert

Seit dem Ausverkauf der Taunus-Film 2002 gab es im gesamten Rhein-Main-Gebiet keine Studiohalle mehr. Eine Lücke, die von der Branche regelmäßig als Defizit und Standortnachteil eingestuft wurde. Doch mit diesem Manko ist seit jüngstem Schluss. Anfang Mai hat jetzt die Aeon-Halle in Hanau mit modernster Ateliertechnik ihren Betrieb aufgenommen.

Die Gesamtfläche beträgt 1000 Quadratmeter, die Hallenhöhe 12 Meter. Mit Einfahrten von über 5 Meter Höhe und Breite können selbst 40-Tonnen-Lastwagen problemlos einfahren und im Innern wenden. Dank aufwendiger Schallschutzmaßnahmen ist zudem O-Ton-Sicherheit gewährleistet. Und außerhalb der Halle stehen über 3.000 Quadratmeter Freifläche und reichlich Parkplätze zur Verfügung.

In das finanzielle Abenteuer eines solchen millionenschweren Projektes hat sich der Hanauer Medienfirma, die Aeon Verlag und Film, gestürzt. In Nachbarschaft zur ehemaligen Hutier-Kaserne der US-Streitkräfte hat Aeon einen völlig neuen Komplex hochgezogen. Für Firmeninhaber Walter Dorn liegt darin ein konsequenter Schritt in Richtung Expansion, ausgerichtet auf den eigenen Geschäftsbetrieb: "Unsere Kunden erwarten einfach hohe Standards. Da war es folgerichtig, diese Investition jetzt einzugehen."

Seit 20 Jahren produziert das mittelständische Unternehmen für erste Adressen der Wirtschaft Werbung, Industriefilme, Visualisierungen, Schulungsfilme; aber auch Eventaufzeichnungen und Dokumentationen runden das Profil ab, bis hin zur Werbe- und Eventfotografie. Ein weiteres Kerngeschäft ist der Tonsektor und das Angebot von Kompositionen für Film und Werbung, die künftig in der schallisolierten Atelierhalle bis zur Orchestergröße eingespielt werden können. Mit dieser Anbindung ergäben sich, wie Firmenleiter Dorn betont, ganz neue Dimensionen für die Tonaufnahmen.

Dabei ist der Bau der Filmhalle nur der erste Schritt. Im zweiten Bauabschnitt, der auch bereits von der Stadt Hanau genehmigt ist, sollen Nebenräumen geschaffen werden für kleinere Studios und HD-Schnittplätze, für Vorführraum, Maske und Büros. Ob hier zu späterer Zeit auch mal externe Spielfilmproduktionen entstehen werden, will der Firmenchef noch offenlassen. "Das muss sich zeigen. Zunächst benötigen wir die Kapazitäten für uns selbst."