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Ein Zentrum für den deutschen Film

Ein Zentrum für den deutschen Film
Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnet das Deutsche Filmhaus in Wiesbaden
Von Ralph Förg

Strahlend blauer Himmel und ein roter Teppich – nicht ohne Grund, denn zur Eröffnung des Deutschen Filmhauses hatte sich viel Prominenz angesagt. „Mit dem Deutschen Filmhaus wird Wiesbaden zu einem Zentrum der Filmkunst für alle Regionen“, begrüßte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), die neue Einrichtung der Murnau-Stiftung, die eine der wichtigsten Institutionen zur Pflege des Filmerbes sei, und nun „in zentraler Lage ihre Schätze der Öffentlichkeit zugänglich machen könne“. Auch die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann (CDU), zeigte sich erfreut über „ein deutliches Signal zur Stärkung der förderalen Filmkultur in Deutschland“ und versprach sich durch die neuen Möglichkeiten der Kooperation „eine nachhaltige Entwicklung des Standortes“.

Entstanden ist das Projekt innerhalb kürzester Zeit. Schnellstmöglich hatte die Stadt Wiesbaden den Baugrund gestellt, gemeinsam mit dem Land Hessen die Finanzierung gesichert und somit dafür gesorgt, dass die Landeshauptstadt ihren guten Ruf als Filmstadt und Filmstandort erneuert. Vorausgegangen waren Ende 2006 Pläne im Kuratorium der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem auch die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) angehört, ein Zentrum zu begründen, unter dessen Dach die in Wiesbaden ansässigen Institutionen der Filmkultur und -wirtschaft vereinigt werden könnten.

Zentraler Gedanke war die Einrichtung eines modern ausgestatteten Kinosaals, der  nicht nur den Institutionen für Sichtungen, sondern auch für öffentliche Aufführungen nutzbar ist. So finden sich im Haus auch die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft und das Deutsche Filminstitut, das hier unter anderem sein Filmarchiv unterhält. Das dem DIF nahestehende Institut für Kino und Filmkultur findet im neuen Gebäude ebenso Platz wie die Transit Film GmbH, das hessische Landesstudio des ZDF, der Medienanwalt Heiko Wiese und die Niederlassung der OMNIMAGO. Im Zusammenspiel der Unternehmen und Institutionen kommt dem Haus eine besondere Bedeutung zu oder, wie es der Wiesbadener Oberbürgermeister Helmut Müller formulierte: „Wiesbaden wird durch den Film ein Ort des nationalen Gedächtnisses.“