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Wo Visionen Wirklichkeit werden Vom 23. bis 25. November findet im Gallustheater die "Visionale" statt. Um Preise von insgesamt 8.000 Euro können sich Jugendliche aus Hessen bis 27 Jahre bewerben. von Claudia Prinz
Seit die Hessischen Jugendfilmtage vor drei Jahren in „Visionale“ umbenannt wurden, haben sie sich zu einem der großen Jugendmedienfestivals in Deutschland entwickelt. Der Name ist Programm, denn man geht davon aus, dass Jugendliche noch Visionen haben, und auch den Veranstaltern sind die Ideen, wie sich Pädagogik in der Zukunft gestalten könnte und sollte, noch nicht abhanden gekommen. Sie möchten vor allem Kreativität, Fantasie und gestalterische Überzeugungskraft fördern.
Die Visionale ist ein Treffpunkt für junge Medienschaffende aus Hessen, die damit ein Austausch- und Präsentationsforum erhalten sollen, um mit ihren Werken eine größere Öffentlichkeit zu erreichen. Lange Zeit lag der Schwerpunkt auf medienpädagogischen Arbeiten, sprich auf Filmen nichtprofessioneller Filmemacher, die mit pädagogischer Unterstützung in Jugendgruppen oder Jugendeinrichtungen Projekte aus ihrem Leben dokumentiert haben. Schließlich entschloß man sich vor einigen Jahren, den Horizont der Jugendfilmtage zu erweitern und auch junge hessische Professionelle und Studierende der Kunst- und Filmhochschulen zuzulassen.
Mit dieser Erweiterung wird auch versucht, den Austausch zwischen Profis und Nicht-Profis zu stimulieren, in der Hoffnung, dass beide etwas voneinander lernen. „In der Praxis hat sich nämlich gezeigt, dass die Profis zwar häufig die bessere Ästhetik haben, die Nicht-Profis aber mit interessanteren Themen aufwarten können“, weiß Bernhard Kayser vom Gallus Zentrum. „Wir haben da gute Erfahrungen gemacht. Auf der "Visionale" hat sich gezeigt, dass Synergieeffekte möglich sind. Jugendliche aus unterschiedlichen Schichten kommen miteinander ins Gespräch; Leute, die Hi-Tec-Produkte hergestellt haben, werden von den anderen nach ihren Methoden befragt und junge Studierende werden mit Themen und Lebensverhältnissen konfrontiert, mit denen sie sonst nie in Berührung kämen. Es gibt einen Austausch und ein gegenseitiges Interesse.“
Die Organisation der diesjährigen Visionale, die vom Medienzentrum Frankfurt, dem Galluszentrum und Gallustheater sowie dem Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt getragen wird, ist bereits in vollem Gang. 70.000 Postkarten sind verschickt, nach den Ferien werden noch einmal die Schulen gezielt angesprochen und auf Plakaten wird öffentlich zur Teilnahme aufgerufen. Als Ergebnis ist mit circa 250 Einsendungen zu rechnen, von denen rund ein Drittel in öffentlicher Sichtung gezeigt werden wird. Die Sieger erhalten dann den von der Stadt Frankfurt gestifteten „Frankfurter Jugendfilmpreis“, der in verschiedenen Alterskategorien und der Sparte „Young Professionals“ vergeben wird. Die Jury wechselt jedes Jahr und ist gut gemischt. Neben Medienpädagogen und Medienprofis sitzen in ihr auch Jugendliche, so dass möglichst alle Zielgruppen abgedeckt sind.
In jedem Jahr gibt es ein Sonderthema, zu dem schon vorhandene oder speziell hergestellte Arbeiten eingereicht werden können. Im Foyer des Gallustheaters werden während der Visionale als künstlerische Ergänzung zum jeweiligen Sonderthema Medieninstallationen hessischer Künstler gezeigt. Das Sonderthema in diesem Jahr heißt: „Zukunft: Blick nach vorn! – im Zorn?“ Die Veranstalter wünschen sich viele Einreichungen, in denen Jugendliche ihre Visionen einer ökonomischen, politischen oder künstlerischen Zukunft vorstellen. Einsendeschluß ist der 10. September 2006.
Weitere Einzelheiten unter www.visionale-hessen.de |
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