| Zum ersten Mal fand im März diesen Jahres das „Frankfurter Filmgespräch“ statt, gemeinsam vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Filmhaus ausgerichtet. Resultat war eine durchaus aktuelle Darstellung und Diskussion zur Lage des Films in Stadt, Land und Bund. Die Diskussion wurde aufgezeichnet und transkribiert, ist nachzulesen unter unserer Homepage, oder als Reader über das Filmhaus erhältlich. Schnitt. Neues Thema. Die leidige Frage um die finanzielle Ausstattung des Filmhauses bleibt leider doch weiter auf der Tagesordnung. Zwar hat das Parlament der Stadt Frankfurt einen Kommunalhaushalt verabschiedet und diesen dem Regierungspräsidenten vorgelegt, doch dort ist er noch nicht gebilligt. Die Folge: so wie viele andere kulturelle Institutionen erhält das Filmhaus seinen Jahreszuschuss immer noch nicht in voller Höhe. Dass dies gravierende Folgen nach sich zieht, kann sich jeder ausmalen. Denn gespart werden muss. Und dies geschieht dann zu Lasten von Projekten, die in der Schublade bleiben, zu Lasten natürlich der Wartung von Geräten, Kameras, Schnittplätzen, von überaus notwendigen Anschaffungen mal ganz abgesehen und, dies ist am bedauerlichsten, zu Lasten der ohnehin nicht allzu üppig bezahlten Honorarkräfte, die mit wenig Geld viel zu leisten imstande sind. Nun machen Kommunalpolitiker und auch Stimmen aus dem Kulturamt selbst uns immer wieder Mut, diese temporäre finanzielle Klemme durchzustehen. Doch die inzwischen auflaufenden technischen Schäden sind nur noch mit einem höheren Einsatz von Mitteln aufzufangen, die ausgefallenen Kooperationen und Projekte mindern natürlich die Stärke der Funktionen und Dienstleistungen, die das Filmhaus sinnvollerweise für die Branche in der Region übernimmt und übernehmen kann. Natürlich hoffen wir alle, dass der Film und das Filmschaffen in seiner kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung in den kommenden Jahren die notwendige Aufwertung erfahren. An Möglichkeiten dazu ist wahrlich kein Mangel. Oder wie der Frankfurter sagt: merr musses halt nur wolle... Noch sind die bewährten Kräfte des Filmhauses entschlossen, sich von der Langsamkeit der politischen Läufe nicht demotivieren zu lassen. Der Vorstand des Filmhauses hält daran fest, dass die Kernaufgaben des Filmhauses, die Veröffentlichung der GRIP, der Seminarbetrieb, der Jour fixe sowie das gesamte Spektrum an Servicefunktionen für die Branche gewährleistet bleiben. Und natürlich halten wir bis auf weiteres an jenen Projekten fest, von denen wir überzeugt sind, wie beispielsweise das von Claudia Prinz initiierte und organisierte Filmfestival CLiC zur Buchmesse, oder die Arbeit in der „AG Medienzentrum“ zur Einrichtung eines Medienzentrums für Frankfurt. Schnitt. Neues Thema – Personalien. Die Dokumentarfilmerin Silvia Hohlbaum ergänzt seit kürzerem das Filmhaus-Team. Sie ersetzt nicht nur die - wie viele andere zuvor - nach Berlin ausgewanderte Justina Hayda (Herzliche Grüße!), sie arbeitet gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung, Offenbach, auch an einer Veröffentlichung über die filmischen Arbeiten der dortigen Absolventen. Martin Loew, verantwortlich auch für unser Seminarprogramm, leistet weiterhin den Spagat zwischen Filmhaus und dem hervorragenden Programmkino „Mal Seh’n“. Sung Hyung Cho arbeitet weiterhin als feste Mitarbeiterin unseres Schnittsystemes. Schnitt. Und schließlich: Als ein neues, spannendes Projekt wird voraussichtlich noch im September dieses Jahres unter dem Titel „Frankfurt Screenings“ eine regelmäßige Veranstaltungsreihe im Metropolis aufgelegt, bei der Frankfurter Künstlerinnen und Filmschaffende alle Genres ihre Filme präsentieren können. Da sollte Euer Film dabei sein! Alles Wissenswerte wird auch über unsere Homepage kommuniziert: www.Filmhaus-Frankfurt.de |