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Hessische Markenware

Mit der neuen Hessen Agentur will die Landesregierung ihr Beratungsangebot unter einem Dach bündeln

von Daniel Güthert

 

Immer neue Programme, neue Strukturen, neue Beratungskompetenzen. Mitunter war das Dickicht hessischer Wirtschaftsförderung nur noch schwer durchschaubar, womit nun aber Ende sein soll. Seit Anfang des Jahres sind alle nicht-monetären Beratungsleistungen unter einem Dach zusammengefasst: in der neu gegründeten Hessen Agentur GmbH. – kurz HA genannt, einer Tochtergesellschaft des Landes mit etwa 150 Mitarbeitern. Die Beschäftigten sind jedoch nicht neu angeworben worden, sondern kommen aus den Einrichtungen und Beratungsgesellschaften, die nunmehr in der neuen Agentur verschmolzen sind, wie etwa die Hessen Touristik Service (HTS) oder die Technologiestiftung Hessen (TSH). Im Wettbewerb der Regionen will sich Hessen somit als Premium-Marke etablieren, wie es sich vollmundig in den Presseverlautbarungen der Hessen Agentur liest.

 

Aufgabe der neuen Gesellschaft soll es sein, alle Wirtschaftsförderungsaktivitäten namens der Landesregierung zu bündeln, das heißt die gesamte Palette des Standortmarketings abzudecken, von der Werbung und Beratung bis hin zur operativen Durchführung von Programmen, wie etwa der administrativen Begleitung der Frankfurter Postproductionmesse "Edit/VES" oder des Location Büros Hessen. Dazu zählt im Einzelfall jedoch auch die Bereitstellung von Mitteln, solange sie nicht als Zuschüsse einem Unternehmen unmittelbar zugute kommen. Sobald es sich indessen um typische Zuschuss-, Darlehens- oder Beteiligungsprogramme direkt an Firmen handelt, wie beispielsweise die wirtschaftliche Filmförderung, wird dieser Zweig weiter von der Investitionsbank Hessen (IBH) abgewickelt. "Hessen-Invest Film bleibt auch in Zukunft in der Verantwortung der IBH", ist sich Polia Bauer, Referentin der IBH Frankfurt, sicher. Damit verbunden, werde aber auch künftig, wie Bauer unterstreicht, der notwendige Beratungskatalog zu Hessen-Invest Film von der IBH erbracht werden. Somit ergeben sich offenkundig Schnittpunkte, die sich nicht immer lupenrein trennen lassen.

 

Für die Medienbranche ist die Hessen Agentur dennoch die zutreffende Anlaufstelle, um sich über bestehende Programme und Fördereinrichtungen zu informieren, sei es auf Landes- oder Bundesebene, sei es im Kontext europäischer Zuordnungen. Als Ansprechpartner steht hierfür Ulrich Lohrmann zur Verfügung, der zuvor in gleicher Mission bei der IBH Frankfurt angesiedelt war. Deren nicht-monetäre Consultingsparten sind im Zuge des Umbaus ebenfalls in die Hessen Agentur übergegangen. Allerdings ist Lohrmann kein spezieller Film- und Medienberater, sondern er versteht sich als Ansprechpartner für die Wirtschaft allgemein. Nur in Sonderfällen, wie bei den neuen Medien oder bei Technologiefragen, kann an fachspezifische Berater innerhalb der Hessen Agentur verwiesen werden.

 

Freilich ist nicht allen Beobachtern die neue Konstruktion einsichtig, zumal sich die Förderetats, die Zuständigkeiten oder der Mitarbeiterstab nicht grundlegend geändert haben. So ist hinter vorgehaltener Hand schon der Verdacht geäußert worden, dass es primär darum gegangen sei, einem verdienten CDU-Politiker, dem früheren Eschborner Bürgermeister Martin Herkströter, einen angemessenen Posten zu verschaffen. Zusammen mit dem Diplomkaufmann Dieter Kreuziger ist Herkströter nun zum Geschäftsführer der neuen Marketinggesellschaft berufen worden.

 

HA Hessen Agentur GmbH. Wiesbaden

Ulrich Lohmann / Förderprogrammberatung

Tel. 0611 / 774 – 8335

Abraham-Lincoln-Str. 38-42

65189 Wiesbaden

www.hessen-agentur.de

 

InvestitionsBank Hessen (IBH), Frankfurt/M.

Dr. Gehard Bauer (Leitung)

Polia Bauer

Schumannstraße 4-6

60325 Frankfurt am Main

Telefon  069 / 133.850 - 21

http://www.ibh-hessen.de/

 

Filmhaus Frankfurt e.V.
Ostbahnhofstr. 15
60314 Frankfurt
Tel.: 069 / 13 37 99 94
Fax: 069 / 13 37 99 96
info@filmhaus-frankfurt.de
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