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Filmpolitik aktuell

Verband der Hessischen Filmwirtschaft gegründet

Von Ralph Förg

 

Einem im Juni verabschiedeten Gründungsaufruf folgend, trafen sich Anfang August Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Filmwirtschaft in den Räumen der IBH, um einen Interessensverband zu gründen, der fürderhin die Belange und Vorstellungen der hessischen Filmwirtschaft vertreten soll. Wie es in dem Gründungsaufruf heißt, kritisieren die hessi­schen Film- und Medienunternehmen die gegenwärtige Film- und Medienpolitik des Landes.

 

Zum einen wird zunehmend die Kritik laut, dass das Erfolgsmodell der wirtschaftlichen Filmförderung vom Auslaufen bedroht sei. Zum anderen war trotz aller Beteuerungen der Landespolitik und –verwaltung der Unmut über die als unzureichend empfundene Wiesbadener Erklärung allgemein geworden. Um die hessische Landesregierung nun zu entschiedenem Handeln im Sinne der Branche aufzufordern, musste man rechtzeitig ein Organ schaffen, das diese auch mit Fug und Recht politisch vertreten kann.

 

Zu einer nächsten Mitgliederversammlung wird am 20. September um 17.30 Uhr geladen. Bis dahin wird der Verband die  Mitglieder aufnehmen, die ihr Mittun bereits bekundet hatten, aus terminlichen Gründen aber nicht zugegen sein konnten und weitere Unternehmen  über Ziele und Zwecke des neuen Verbandes informieren, um sie als Mitglieder zu werben.

 

Dem Gründungsaufruf zufolge soll der Verband im Wesentlichen folgenden Aufgaben wahrnehmen:

 

- Vertretung der Interessen der Filmwirtschaft gegenüber dem Land Hessen und gegenüber anderen Körperschaften und Strukturen.

- Koordinierung von Standort- und PR-Aktivitäten für die Hessische Filmwirtschaft

- Entwicklung einer wettbewerbsfähigen und professionellen Organisati­onsstruktur für die Filmförderung in Hessen

- Ausbau der wirtschaftlichen Filmförderung auf mindestens 7,5 Mio. Euro pro Jahr

- Die Etablierung nachhaltiger film- und medienpolitischer Maßnahmen in Hessen

- Vertretung der Interessen der Hessischen Filmwirtschaft auch über Hessen hinaus

 

Dreiundzwanzig Gründungsmitglieder - allesamt Repräsentanten aus Produktionsunternehmen und Dienstleistern der Filmbranche - wählten nach verabschiedeter Satzung in der ersten Mitgliederversammlung einen dreiköpfigen Vorstand: Sebastian Popp (LunaPark64) als Vorstandsvorsit­zender wird von Christel Brunn (TVT) und Peter Matthäi (MBF) als Stellver­tretern unterstützt.

 

. Auch darüber hinaus bleibt dem neuen Vorstand einiges zu tun: so soll sowohl in Abstimmung mit den alten und den noch zu gewinnenden Mitgliedern das politische Profil des Verbandes geschärft werden, um in den noch verbleibenden Wochen vor Haushaltsverabschiedung im hessischen Landtag der Politik klare und deutliche Forderungen zu präsentieren.

 

Filmhaus Frankfurt e.V.
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60314 Frankfurt
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Fax: 069 / 13 37 99 96
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