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Durchgedreht

Berlin36 – Ein 36-stündiger Filmmarathon für Filmverrückte

Von Annika Kruse

 

November 2004 - Arena Berlin: Das Berlin36-Publikum hat entschieden: die Frankfurter „Bader-Thamm-Gruppe“ (Regie: Markus Bader und Ralph Thamm) hat mit dem Film „Wegen Krankheit geschlossen“ die Filmliebhaber überzeugt und den Publikumspreis des Berlin36 Kurzfilmfestivals 2004 gewonnen.

 

Berlin36 Kurzfilmfestival - was ist das überhaupt? Im Jahr 2003 haben Wolf Gresenz, David Incorvaia und Stephan Braungardt dieses Festival ins Leben gerufen und damit einen wahnwitzigen Filmmarathon auf die Beine gestellt. Berlin machte den Anfang, Frankfurt kam 2004 dazu. Und 2005 wird eine dritte Stadt mit von der Partie sein: Hamburg. Diese drei Städte und eine weitere - noch geheim gehaltene -europäische Metropole werden im Oktober diesen Jahres wieder dem Filmmarathon verfallen. Wenige Tage später erleben alle entstandenen Filme ihre Weltpremiere in Berlin.

 

Eine vergleichbare Plattform, auf der sich die Talente der Filmindustrie so ungezwungen und kreativ messen und präsentieren können wie bei Berlin36, gibt es nicht. Denn der kreative Wochenendausflug startet für alle Teams gleichzeitig in allen teilnehmenden Städten morgens um 09:00 Uhr und endet genau 36 Stunden später um 21.00 Uhr des folgenden Tages. In dieser Zeit muss ein fünf- bis siebenminütiger Kurzfilm gedreht, geschnitten und auf einem sendefähigen Tape abgegeben werden. Ein Kurzfilm, der sich um ein Thema dreht, das erst zum Start des Events bekannt gegeben wird.

 

Die Teilnehmer kommen ausschließlich aus den verschiedenen Bereichen der Filmindustrie: erfahrene Regisseure, Kameramänner, Produzenten und Schauspieler. Kurz, all jene, die sonst professionell bei Spiel- und Dokumentarfilmen, Werbung und Musikvideos arbeiten, können teilnehmen. So waren schon im zweiten Jahr schon an die 1.000 Filmprofis am Werk und „alte Spielfilmhasen“ wie Detlev Buck und andere renommierte Namen aus dem Werbefilm oder der TV-Branche gaben sich im Guerilla-Filmemachen erfolgreich die Ehre. Für die einen ist Berlin36 der kreative Wettkampf der Filmprofis. Die anderen genießen Berlin36 als ein „Filmmaker’s Holiday“, denn hier gibt es keine Drehbücher, keine Kundenwünsche, keine Agenturvorgaben und keine teuren Sets oder umfangreichen Equipmentlisten: hier erfolgt der geballte Austausch von Ideen. Kreativität kann sich voll entfalten.

 

Die Jury setzt sich aus hochkarätigen Vertretern der Film-, Musik- und Unterhaltungsbranche zusammen. In den mehrtägigen Vorführungen bewerten sie und das Publikum die Beiträge. Die Preise werden im Rahmen einer abendfüllenden Gala in Berlin verliehen, und die im Anschluss stattfindende Party ist mittlerweile berühmt berüchtigt ...

 

Unter http://www.berlin36.com/ und nur dort, kann man sich und sein Team anmelden und registrieren lassen. Alle Infos und die Teilnahmebedingungen finden sich ebenfalls auf dieser Homepage.

Filmhaus Frankfurt e.V.
Ostbahnhofstr. 15
60314 Frankfurt
Tel.: 069 / 13 37 99 94
Fax: 069 / 13 37 99 96
info@filmhaus-frankfurt.de
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