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Die Rückkehr der Kino-Guerilleros Cinemasports startet im Herbst wieder in Frankfurt Von Alexander Scherer
Wer kennt das nicht: man plant mit Freunden eine Kurzfilmproduktion, hat an alles gedacht und dann zieht sich doch wieder alles über Monate hin. Bei Cinemasports kann das nicht passieren. Cinemasports ist die Kunst des spontanen Drehs. Bei nur einem Produktionstag mit maximal 10 Stunden Dauer und klar vorgegebenen thematischen „Zutaten“ ist die Gefahr, sich in Produktionsdetails zu verzetteln im Grunde unmöglich gemacht. Trumpf ist der „Schuss aus der Hüfte“. Und trotzdem, oder besser gesagt, genau deshalb kommen immer wieder überraschende, kreative Ergebnisse zustande.
Seit 2004 erfreut sich Cinemasports mit diesem Konzept wachsender Beliebtheit in der Gemeinschaft digitaler Independent-Künstler. Bereits 2005 wurden in fünfzehn internationalen Großstädten (darunter Paris, Sofia, Frankfurt, Los Angeles und New York) Cinemasports-Filme realisiert. Und auch dieses Jahr konnte Cinemasports gleich mit einem Coup aufwarten: Erstmals war Moskau vertreten und schickte auf Anhieb über 250 Teams ins Rennen! Damit ist Cinemasports der mit Abstand erfolgreichste Instant-Cinema-Event weltweit.
Inzwischen laufen auch für Frankfurt und RheinMain die Vorbereitungen auf Hochtouren, wobei es einige Neuerungen gibt: So wird der anstehende Herbst-Event von einem neuen Organisationsteam betreut, das erstmals unter dem Dach des Filmhauses Frankfurt operiert. Zur Zeit sind wir auch dabei, einen geeigneten Veranstaltungsort für die Präsentation der Werke zu finden. Erneut wird eine Kooperation Frankfurts mit weiteren Städten wie im Vorjahr mit Paris und Sofia angestrebt.
In anderer Hinsicht konnten wir bereits einen Erfolg verbuchen. Durch die Kooperation mit dem Bundesverband Jugend und Film (BJF) und der „Werkstatt für Junge Filmer“ feierte im Juni der erste „Cinemasports Jugend Event“ seine Premiere. Dieses Angebot ist völlig neu bei Cinemasports und wurde speziell für junge Filmemacher geschaffen. Dank der besonderen Atmosphäre, die die „Werkstatt für Junge Filmer“ – ein vom BJF getragener Nachwuchs-Workshop - kennzeichnet, haben sich viele der angereisten Jungfilmer erst spontan vor Ort zum Mitmachen entschlossen. Die thematischen Vorgaben „Wassertropfen“, „Jemand Verschwindet“ und „Ein Stein“ sorgten für besonders ausgefallene Ergebnisse: von einer sehr eigenwilligen „Herr der Ringe“-Interpretation bis hin zu einer Story um zwielichtige Typen, die mit Steinen statt mit Drogen dealen. Bei soviel originellen Ideen darf man erst recht gespannt sein auf den Einfallsreichtum der Macher bei dem großen Cinemasports-Event im Herbst. Deshalb sind natürlich alle Filmschaffenden, Amateure wie Profis, aufgerufen, sich der hiesigen „Kino-Guerilla“ anzuschließen, um die internationale Cinemasports-Community mit Frankfurter Kreativität zu verblüffen.
Alexander Scherer ist Projektleiter von Cinemasports in Frankfurt: www.cinemasports.com |
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