| Ein Jahr FRANKFURT SCREENINGS – im Blitzrückblick Von Ralph Förg Es hat sich längst herumgesprochen: der Name FRANKFURT SCREENINGS steht für eine Veranstaltungsreihe, bei der heimische Filmemacher sowie Produktionsfirmen aus der Region in den Sälen des CineStar Metropolis, Frankfurt, ihre Filme vorstellen. Die Veranstaltung feiert nun im September 2004 ihr einjähriges Bestehen und kann sich rühmen, während des vergangenen Jahres den eigenen Anspruch, Filme aller Genres darzubieten, verwirklicht zu haben. Denn seit dem ersten Abend, dem 22. September 2003, hat es sich eine illustre Reihe von Künstlern und Produzenten nicht nehmen lassen, ihre Werke zu präsentieren. Der allererste Abend gehörte noch vorwiegend dem Spielfilm: neben Leonore Poths Animation „Tigel und Iger“ fanden Birgit Lehmanns vergnüglicher Kurzfilm „Als Hitchcock in Auerstedt auf Eiermanns Else traf“ und die hochwertige internationale Koproduktion „Heart of America“ von Uwe Boll Eingang ins Programm. Für die Auswahl des Programms zuständig sind Elke Beeck vom CineStar Metropolis, Manuela Schiffner vom Frankfurter Forum für Kommunikation und Ralph Förg vom Filmhaus Frankfurt. Das Trio hat sich zudem mit den Frankfurter Regisseurinnen Annette Ernst und Birgit Lehmann fachkundige Verstärkung in die Runde geholt. Auf immerhin acht Abende darf das Ausrichterteam mittlerweile zurückblicken. Acht Abende, die in der Auswahl der Filme unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können. Schon der zweite Abend war geprägt durch einen vielversprechenden Genremix.: ein humorvoller Kurzfilm „Das Taschenorgan“ von Carsten Strauch“, „E-Motion-Capture“ von Alex Feil, ein Animationsfilm auf state-of-the-art Niveau und Lilo Mangelsdorffs beeindruckender Dokumentarfilm „Damen und Herren ab 65“. Da der Berliner Regisseur Veit Helmer seinen Film „Tor zum Himmel“ unter Frankfurter Beteiligung und über weite Strecken auch in Frankfurt gedreht hatte, ließen es sich die Veranstalter nicht nehmen, die Frankfurter Premiere des Filmes im Rahmen der FRANKFURT SCREENINS zu feiern – der Abend wurde filmisch ergänzt durch den Musikkurzfilm „Kombi-Nation“ von Daniel Hartlaub und Enrico Corsanos Kurzfilm „Dead End Bickenbach“. Volles Haus dann auch für den nächsten dokumentarisch dominierten Abend, auf dem Bernhard Kayser den Stadtteilfilm „Gallus meets Europaviertel“ und Malte Rauch stellvertretend für das Team Rauch, Vossen, Türcke den bewegenden Film über das Schicksal ungarischer Zwangsarbeiterinnen „Die Rollbahn“ vorstellte. Frankfurt, als Produktionsstandort betrachtet, bezieht seine Stärke weitgehend durch die hier ansässige international operierende Industrie- und Werbefilmproduktion. Dem Rechnung tragend, wurden an einem Abend gleich zwölf Beiträge – Corporate Image Filme und Commercials –von Frankfurter Produzenten vorgestellt, darunter Rainer Gehrisch, Gehrisch & Krack FilmProduktions AG, Andreas Wentz, Frankfurt Film, Claudio Malasomma, BellaVista Filmproduktion, Ralf Schipper, Tempomedia Filmproduktion, xxxxxGroup.IE und Mark Gläser, Neue Sentimentalfilm. Unübersehbar erfolgreich die FRANKFURT SCREENINGS dann im April mit Pjotr Lewandowskis Elfminüter „Heavy Pregnant“ und dem Kurzfilm „oby“, sehr reizvoll animiert und gedreht von Max Stolzenberg und Anja Perl. Höhepunkt des Abends: die Aufführung des Spielfilmes von Annette Ernst „kiss and run“, der sich seine Meriten auf Festivals in Hof und Berlin zuvor schon verdient hatte und nunmehr das heimische Publikum begeisterte. In den Sommer gingen die FRANKFURT SCREENINGS mit einem Hochschul-Special, gewidmet aktuellen Filmen aus der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Die Professoren Rotraut Pape und Bernd Kracke präsentierten eine enorme Bandbreite des Film- , Video- und Computeranimationsbereiches in insgesamt 16 Beiträgen, darunter Kurzfilme, Experimentalfilme, Animationsfilme und Dokumentarfilme, die mit großer Begeisterung aufgenommen wurden. Die Screenings im August wurden eingeleitet mit der wunderbaren Animation „Lakmé“ von Tina Kowatsch und fortgesetzt mit zwei Dokumentarfilmen: dem nicht wenig poetischen „Auf verlorenem Posten“ von Klaus Kastenholz sowie Thomas Carlés Beitrag „Der King und ich“, in dem Menschen aus der Wetterau ihre Begegnung mit dem einstmals in Hessen stationierten Elvis Presley nachvollziehen. Die Darsteller des Films waren dann auch zum FRANKFURT SCREENING erschienen, um diesen Teil ihres Lebens noch einmal auf der Leinwand zu erleben. Natürlich haben die FRANKFURT SCREENINGS durch ihren bisherigen und erfolgreichen Verlauf eine ganze Reihe von Filmeinreichungen durch die Filmemacherszene und die Unternehmen aus Rhein-Main hervorgerufen. Wie überhaupt die Unterstützung seitens der Branche von Anfang an und immer wieder der Veranstaltung den nötigen Schub gegeben hat. So wurde der Trailer zu den FRANKFURT SCREENINGS vom Postproduktionshaus VCC Perfect Pictures entwickelt und gemeinsam mit Tonstudio Studio Funk, der MGM Home Entertainment (Deutschland) GmbH und der IN-motion AG auf die Leinwand gebracht. Um die Zukunft der FRANKFURT SCREENINGS muß man sich nicht sorgen. Für den September 2004 steht – kurz vor der eDIT/VES – bereits ein Animations-Special auf dem Programm, bei dem Firmen der Region sowie die FH Wiebaden Beiträge präsentieren werden. Für den Herbst heute schon fest vorgesehen sind weitere Filmabende mit Kurz- und Dokumentarfilmen sowie eine Neuauflage des Werbefilmabends. Alle Infos zu den kommenden Filmabenden finden sich unter: www.Frankfurt-Screenings.de
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