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Hessen feiert sich und seine Festivals auf der Berlinale 2007 Von Ralph Förg
Bereits zum dritten Mal lud der Hessische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, während der diesjährigen Berlinale Vertreter der Filmbranche zum Empfang in die Hessische Landesvertretung in Berlin ein. Hundert Jahre hessische Filmfestivals, lautete das Motto der Veranstaltung, denn gleich vier renommierte hessische Filmfestivals konnten in 2007 runde Jubiläen begehen. Deren Arbeit stand denn auch im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Das renommierte A-Festival LUCAS sieht als internationales Kinderfilmfestival auf bereits 30 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück. Und nach vorn: ist es dem „einzigen Festival mit einer paritätisch besetzten Jury aus Kindern und Erwachsenen“, so Festivalleiter Günther Kinsler, doch gelungen, das Festival immer wieder neu auszurichten und dem Kino für Kinder eine wegweisende Plattform zu bieten.
Über das „Open Air Filmfest Weiterstadt“ wussten die Organisatoren Jochen Pollit und Andreas Heidenreich zu berichten. Das „Braunshardter Tännchen“ der nahe Darmstadt gelegenen Gemeinde wird seit nunmehr dreißig Jahren mit sommerlichen Kinonächten zum „Woodstock für Cineasten“. Dies liegt nicht nur an der einzigartigen Atmosphäre im Wald und dem direkten Kontakt von Publikum zu Filmschaffenden, sondern vor allem an der originellen Filmauswahl.
Die rasante Entwicklung des „exground Filmfestes“ konnte sich anhand der von Andrea Wink präsentierten rasanten Trailer gut nachvollziehen lassen. Das „exground filmfest“ steht seit zwanzig Jahren für Entdeckungen aus dem internationalen Independentfilm Bereich. Die Sparten „American Independents“ und „News from Asia“ sind seit langem fest etabliert, Dokumentar- und Kurzfilme ergänzen das Programm und seit 2004 gibt es zusätzlich ein Jugendfilmfestival. Veranstaltungsort ist die Caligari Filmbühne in Wiesbaden.
Als einziges Festival mit ausschließlich „hessischen Filmen“, bietet die „Visionale“ dem heimischen Nachwuchs die besten Chancen, ihre Werke zu präsentieren, so Christof Heun, einer der beiden Leiter des Festivals. Seit nunmehr zwanzig Jahren ist die „Visionale“ ein Austauschforum für junge hessische Medienschaffende. Ko-Leiter Bernhard Kayser wies noch einmal dezidiert darauf hin, dass das Festival traditionell die eigenen Filme von Kindern und Jugendlichen, Filme aus der Medienpädagogik wie auch Filme junger Profis in seinem Programm aufnimmt.
Dafür, dass der Empfang dann noch mehr bot als das Hundertjährige Jubiläum der Festivals, sorgte unter anderem Regisseurin Annette Ernst, die einen kurzen Film vorstellte, der über ein weiteres hessischen Ereignis informierte: Im September 2007 steht die zehnte eDIT /VES, „the filmmakers festival“ in Frankfurt zur Ausrichtung an und damit, wie Ernsts Film zeigte, zahlreiche Gespräche und Präsentationen mit SFX-Künstlern und Regisseuren, die sich der Kunst des Filmemachens im digitalen Zeitalter widmen.
Als Überraschungsgast schließlich ergriff der indische Star-Musiker und Produzent Himesh Reshammiya die Gelegenheit zur Ansprache und wusste zu berichten, dass Hessen „the most beautiful place in the world“ sei. Spätestens wenn sein aktueller – an der hessischen Bergstraße – gedrehter Film in die Kinos kommt, mag diese Einschätzung von einem gewaltigen Publikum geteilt werden. |
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